Warum sind viele ostdeutsche Autorinnen und Autoren nach der Wiedervereinigung aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden? Darüber spricht der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel am Mittwoch, 4. November, in der Stadtbibliothek Guben.
Carsten Gansel stellt sein Buch „Ausradiert?“ vor
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Stadt Guben das Buch „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“. Moderiert wird der Abend von Dr. Monika Henrik.
Mit dem Ende der DDR veränderte sich auch die ostdeutsche Literaturlandschaft grundlegend. Verlage wurden abgewickelt oder verkauft, Bibliotheken geschlossen und viele Bücher aus dem Verkehr gezogen. Zahlreiche Autorinnen und Autoren gerieten in Vergessenheit. Ihre Werke wurden nach Darstellung der Stadt häufig weniger nach literarischen Gesichtspunkten beurteilt als nach ihrer vermeintlichen politischen Nähe zum DDR-System.
Von Christa Wolf bis Ulrich Plenzdorf im Blick
In seinem Buch beschäftigt sich Carsten Gansel mit diesen Entwicklungen und ihren Folgen für die deutsche Literaturlandschaft. Am Beispiel von Christa Wolf, Brigitte Reimann, Uwe Johnson, Werner Bräunig und Ulrich Plenzdorf zeigt er, wie sich der gesellschaftliche und politische Umbruch auf die Wahrnehmung ostdeutscher Literatur ausgewirkt hat.
Carsten Gansel wurde 1955 in Güstrow geboren und lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, Vorsitzender der Jury des Uwe-Johnson-Literaturpreises und Vorsitzender der Christa-Wolf-Gesellschaft. Zu seinen jüngeren Veröffentlichungen zählt die Brigitte-Reimann-Biografie „Ich bin so gierig nach Leben“.
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Der Eintritt kostet laut Veranstaltungsplakat 5 Euro. Anmeldungen nimmt die Stadtbibliothek Guben telefonisch unter 03561 68712300 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Die Bibliothek lädt alle Literaturinteressierten ein, im Anschluss ist nach Angaben der Stadt Raum für Austausch und Diskussion.
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Red. / Presseinformation

















