In Fehrow/Prjawoz ist das neue Feuerwehrgerätehaus übergeben worden. Die Gemeinde Schmogrow-Fehrow stemmt den Löwenanteil der rund eine Million Euro selbst – und plant schon den zweiten Bauabschnitt.
Das alte Spritzenhaus hatte längst ausgedient
Rund 120 Jahre stand gegenüber der Kirche ein Spritzenhaus mit Armenwohnung. Für den aktiven Feuerwehrdienst reichte es seit langem nicht mehr. Nach der Suche nach einem Standort, Planung und Fördermittelakquise begann der Neubau im Frühjahr 2025 auf dem Sportplatz, östlich des Sportlerheimes – pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Fehrow.
Entstanden sind eine Fahrzeughalle, ein Büro für die Wehrleitung, Lager- und Technikraum, nach Geschlechtern getrennte Umkleiden und ein Lagerraum im Dachgeschoss. Dort transportiert eine Laufkatze auch schwere Güter nach oben.
Das Land gibt 333.000 Euro zum Neubau dazu
Gefördert wurde das Feuerwehrgerätehaus vom Ministerium des Innern und für Kommunales über die Feuerwehrinfrastrukturrichtlinie mit 333.000 Euro. Den größeren Teil der Investitionssumme von rund einer Million Euro trägt die Gemeinde selbst und hat dafür einen Kredit aufgenommen.
Gespart wurde an vielen Stellen. „An jeder Stelle wurde nach Einsparpotenzialen gesucht, um den Haushalt der Gemeinde zu entlasten“, sagt Matthias Koal, Leiter der Bauverwaltung. Die Beleuchtung der Außenanlagen wurde reduziert, bei der Büroausstattung gespart, dazu kamen günstige Vergaben.
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Eigenleistungen sparen rund 200.000 Euro
Den größten Posten steuerten die Leute im Ort selbst bei. Feuerwehr, Dorfgemeinschaft und Sportverein trugen eine Lagerhalle ab, die dem Neubau im Weg stand, versetzten sie und übernahmen die Endreinigung. Rund 200.000 Euro kamen so zusammen.
„Es ist auch eine längst verdiente Würdigung des hohen ehrenamtlichen Engagements im Dorf“, sagt Koal. Zur Einweihung kamen neben Bürgermeisterin Ira Frackmann und Amtsdirektor Tobias Hentschel auch Innenstaatssekretär Uwe Schüler und Landrat Martin Heusler.

Aus zwei Häusern wird ein Gemeinschaftshaus
Das Feuerwehrgerätehaus ist nur der erste Bauabschnitt. Feuerwehr und Sportlerheim sollen zu einem Dorfgemeinschaftshaus zusammenwachsen, finanziert aus zwei Fördertöpfen. Die Gemeinde ging dabei ins Risiko: Wärmepumpe und Lüftungsanlage wurden bereits für beide Gebäude ausgelegt, bevor die zweite Förderung bewilligt war.
Die Rechnung ist aufgegangen. Für den Neubau fließen rund 800.000 Euro Leader-Förderung. Geplant sind gemeinsame Sanitärräume für Feuerwehr und Sportverein, eine barrierefreie Toilette, ein Jugendraum und Lagerflächen. Das Sportlerheim wird umgebaut, bekommt eine größere Küche, einen Schiedsrichterraum und einen barrierefreien Zugang. Die ersten Baulose sind ausgeschrieben.
„Näher zusammenrücken zu müssen, wird sicher nicht immer einfach sein“, sagt Koal, „aber daraus ergeben sich auch Synergien.“ Wenn sich die Vereine gegenseitig unterstützten und Mitglieder der Feuerwehr auch im Sportverein aktiv würden, könne das die dörfliche Gemeinschaft stärken.
Dass das gelingen kann, zeigt der Umgang mit dem zweiten Bauabschnitt: Noch bevor er begonnen hat, reißen Feuerwehr und Vereine gemeinsam ein Nebengebäude ab, um Kosten zu sparen. Das Feuerwehrgerätehaus ist damit weniger ein Schlusspunkt als der Anfang eines größeren Vorhabens.
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Red. / Presseinformation





