Wer in Spremberg die Bauarbeiten am Erweiterungsbau der Berufsorientierenden Oberschule verfolgt hat, weiß, dass sie sich um Monate verzögert haben. Der Grund lag im Boden. Ab Freitag, 11. September, ist ein Teil dessen zu sehen, was dort gefunden wurde – im Bürgerhaus am Markt.
Bauern, Tagelöhner, Handwerker – und Soldaten dreier Armeen
Auf dem Gelände lag bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Haagfriedhof. Bestattet wurden dort vor allem Bauern, Tagelöhner und Handwerker, dazu Soldaten der königlich-preußischen, der kaiserlich-russischen und der kaiserlich-französischen Armee. Wegen Überfüllung wurde der Friedhof 1840 geschlossen. Später stand auf dem Areal eine Brauerei, zuletzt wurde es als wilder Parkplatz genutzt.
Dass bei den Vorarbeiten Funde zu erwarten waren, war den Archäologen klar. Es wurden allerdings so viele, dass sich der Baubeginn um einige Monate verschob. Die Grabung übernahm die Archäologische Baubegleitung Cottbus GbR.
Bisher lagerten die Funde in Zossen
Die Spremberger verfolgten die Arbeiten nach Angaben der Stadt mit großem Interesse – besichtigen konnte man die Objekte bislang aber nicht. Die Funde gehören dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum, wurden dort dokumentiert und eingelagert. Zossen liegt rund 100 Kilometer entfernt.
Ein kleiner Teil kommt nun zurück nach Spremberg. Die Ausstellung gehört zu den Feierlichkeiten der 725. Ersterwähnung der Stadt.
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Eröffnung mit Vortrag
Zur Eröffnung am 11. September um 15.30 Uhr spricht René Methner, Geschäftsführer der Archäologischen Baubegleitung Cottbus, über die Geschichte des Grabungsgeländes.

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Red. / Presseinformation
Foto: Archäologische Baubegleitung Cottbus GbR






