Als der Vetschauer Maler Siegfried Engelmann vor ein paar Wochen mit seiner Frau in Paris weilte, konnte er nicht ahnen, welche Dimensionen sein Besuch einmal haben wird. Beide schlenderten durch die Stadt, besuchten Cafes und Restaurants und fühlten sich dabei sicher. Nichts wies auf eine Bedrohung hin. Wieder daheim machte sich Siegfried Engelmann ans Malen. Seinen letzten Pinselstrich brachte er an diesem Wochenende an – genau in dem Moment, als in den Nachrichten die Meldung vom Attentat kam. Dem Maler erschien sein Bild plötzlich in völlig anderem Licht: Den Eiffelturm, das Pariser Motiv schlechthin, hatte der Künstler als Fragment gemalt. Siegfried Engelmann: „Kunst schafft das, was es nicht gibt, was einmalig ist. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass meine Vision, mein Bild vom Turm, plötzlich Realität hätte werden können. Was, wenn den Terroristen ein Anschlag auf den Turm geglückt wäre?“
Siegfried Engelmann: Paris 2015, Acryl 70 x 100 cm







