Rund 4.000 gesammelte Pfandflaschen pro Jahr und regelmäßige Spenden für soziale Projekte: Am OSZ Lausitz in Sedlitz engagieren sich Schülerinnen und Schüler mit ihrem Projekt „Pfandpiraten“ seit mehreren Jahren für die Region. Wie der Landkreis Oberspreewald-Lausitz informiert, wurde nun erneut Geld übergeben – diesmal an das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer. Die Jugendlichen sammelten dafür Pfand in ihren Klassenräumen und spendeten die Einnahmen. Die Unterstützung soll konkret in medizinische Ausstattung fließen.
Pfandpiraten Sedlitz spenden an Hospiz Lauchhammer
Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums Lausitz in Sedlitz haben erneut Geld für einen guten Zweck gesammelt. Am heutigen Mittwoch überreichten sie gemeinsam mit Schulsozialarbeiter Mario Stephan einen Spendenscheck in Höhe von 100 Euro an das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer.
Für die Einrichtung ist es bereits die zweite Unterstützung durch das Schulprojekt. Pflegedienstleiterin Franziska Herrmann erklärte, man freue sich über das anhaltende Engagement der Jugendlichen. Das Geld soll für die Anschaffung eines sogenannten Perfusors eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine Spritzenpumpe, mit der Medikamente kontinuierlich und präzise verabreicht werden können.
Projekt Pfandpiraten verbindet Engagement und Umwelt
Das Projekt „Pfandpiraten“ entstand im Jahr 2021 aus einer Initiative einzelner Schülerinnen und Schüler. Ausgangspunkt war laut Landkreis die Beobachtung eines älteren Mannes, der im Müll nach Pfand suchte. Daraus entwickelte sich eine Idee, die inzwischen fest im Schulalltag verankert ist.
Rund 400 Schülerinnen und Schüler aus 26 Klassen sammeln ihre leeren Flaschen und Dosen in bereitgestellten Behältern in den Klassenräumen. Die gesammelten Pfandflaschen werden regelmäßig abgegeben und die Einnahmen zusammengeführt. So kommen nach Angaben des Landkreises monatlich bis zu 100 Euro zusammen.
Über die Verwendung der Gelder entscheiden die Klassen gemeinsam. Vorschläge für Spendenempfänger können von allen eingebracht werden. Die Übergaben erfolgen regelmäßig und werden durch die Projektgruppe sowie Schulsozialarbeiter Mario Stephan organisiert, der das Projekt seit Mai 2024 strukturell begleitet.
Regelmäßige Spenden und wachsendes Schülerprojekt
Mit der Neuausrichtung der Projektarbeit finden mittlerweile nahezu monatlich Spendenübergaben statt. Unterstützt wurden bereits Einrichtungen aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Tierhilfe, Pflege, Schulen und Sportvereine. Auch einzelne bedürftige Personen konnten laut Mitteilung direkt Hilfe erhalten.
Eine besondere Aktion fand zur Weihnachtszeit statt. In Zusammenarbeit mit einem regionalen Einkaufsmarkt verteilten die Pfandpiraten Geschenke an Passanten. Die Präsente hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor selbst ausgewählt und organisiert.
Aktuell umfasst die Projektgruppe acht Schülerinnen und Schüler aus sozialpädagogischen Ausbildungsgängen. Unterstützt werden sie von Lehrkräften sowie der Schulleitung, die sich ebenfalls an der Sammlung beteiligen.
Soziale Wirkung und nachhaltiger Ansatz im Fokus
Das Projekt verfolgt neben der finanziellen Hilfe auch einen gesellschaftlichen Ansatz. Schulsozialarbeiter Mario Stephan erklärte, es gehe den Jugendlichen darum, Menschen zu unterstützen und gleichzeitig Anerkennung für deren Engagement zu zeigen. Die Spendenübergaben seien häufig von persönlichen Begegnungen geprägt und hätten eine besondere Wirkung auf alle Beteiligten.
Darüber hinaus leistet das Projekt einen Beitrag zum Umweltschutz. Durch das Sammeln und Recycling von Flaschen und Dosen werden Ressourcen geschont und Abfall reduziert. Gleichzeitig sinken laut Landkreis die Entsorgungskosten.
Die Pfandpiraten informieren ihre Mitschüler regelmäßig über aktuelle Spendenaktionen und veröffentlichen eine Übersicht der unterstützten Projekte. Damit soll Transparenz geschaffen und weitere Beteiligung angeregt werden.
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Red. / Presseinformation




