Die Spielzeit an der NEUEN BÜHNE Senftenberg wird seit 8 Jahren immer mit einem GlückAufFest eröffnet. Die Zuschauer erwarten diese Eröffnung immer mit großer Spannung. Denn jedes Fest ist anders. Mal gibt es viele Stücke zu einem Thema oder nur ein einziges großes Theaterstück, wie Faust I, II. Gespielt wird nicht nur in den Theaterräumen, sondern auch innerhalb der Gemarkung Senftenberg. In diesem Jahr wurden die Zuschauer an den Rand der Stadt nach Snowtropolis entführt. In der dortigen Skihalle und in der Tennishalle wird Hugo von Hoffmannsthals „Jedermann“ gespielt. Dieses Stück wird alljährlich zur Eröffnung der Salzburger Festspiele als traditionelles christliches Mysterienspiel vom Leben, Sterben und der Reue eines reichen Mannes gespielt. In Senftenberg holt Regisseur Sewan Latchinian die Geschichte in unsere Zeit hinein. Es gibt nicht nur einen Jedermann. Jedermann ob auf der Bühne oder davor kann Jedermann sein. Das wird auch durch das Spiel des vielköpfigen Schauspielensembles deutlich, das gemeinsam oder einzeln als Jedermann auf der Bühne steht. Fünf Schauspieler zeigen mit einem einzigartigen Spiel den facettenreichen Charakter eines Jedermann. Eines Jedermann, der reich, herzlos gegen über den Armen, arrogant, vergnügungssüchtig ist und glaubt mit seinem Geld, auch den Tod eliminieren zu können. Aber die Todesangst kann er nicht überwinden und fällt immer wieder in tiefe Depressionen. Die aber schell verfliegen, wenn mit Wein, Weib und Gesang gefeiert wird. Auch die anderen Figuren des Stückes werden von den Darstellern mit Witz, Ironie und Tragik dargestellt. Durch seine facettenreiche Darstellungskunst gelingt es Schauspielensemble und den Musikanten der Band Wallahalla, ein klares Gegenwartspanorama zu zeigen. Im ersten Teil können die Zuschauer in der Tennishalle sitzend das Treiben im Schweizer Haus des Jedermann beobachten. Gott ein armer alter Mann ist verbittert über das Leben der Menschen auf seiner Erde und schickt den Tod zu den Jedermännern, um sie vor seinen Richterstuhl zu zitieren. Ein Bote überbringt die Nachricht, Jedermann erschrickt kurz, wirft mit Geld um sich. Und der Gute Gesell verliest gleich ein viel freundlicheren Nachrichtentext. Auch Jedermanns Kritiker, wie etwa seine Frau, verstummen, wenn sie Geld für ein schönes Leben bekommen. Und Jedermann lebt skrupellos weiter, verlacht die Armen und feiert ohne Ende. Aber menschliche Beziehung entstehen dabei nicht. Am Höhepunkt des Festes bittet der Hausvogt die Zuschauer zur Party in die eiskalte Skihalle ein. Dort fährt Jedermann mit seiner Buhlschaft vor und die Feier beginnt. Ein Entertainer lässt, die korrupten Einflußträger unserer Gesellschaft – Kirche, Justiz, Industrie, Militär und Medizin – auf Skiern und Snowboards zu Tal fahren. Jeder bekommt einen Geldkoffer. Alle sind zufrieden. Nur ein Sänger, der sich als Tod entpuppt, trübt die Stimmung. Aber es kommt noch schlimmer. Plötzlich steht Stèphane Hessel (Heinz Klevenow) am Skihang und spricht seinen gesellschaftskritischen Text „Empört Euch“, der die Menschheit zur Umkehr aufruft. Jedermann bekommt wieder Depressionen. Aber nachdem eine Seilakrobatin den Wein des Jahres kredenzt hat, ist wieder alles gut. Das Publikum wird in die Pause entlassen und kann sich auf dem weitläufigen Gelände von Snowtropoils kulinarisch verwöhnen lassen. Nach der Pause sitzen die Zuschauer in der Tennishalle an Tischen mit Weinkaraffen und können wieder eine tolle Feier im Hause Jedermanns erleben. Plötzlich erscheint der Tod leibhaftig, die Gäste fliehen und Jedermann ringt mit ihm und sucht Begleiter für seinen letzten Weg. Aber Keiner will mit ihm gehen. Ein reicher Mann hat eben keine Freunde. Auch das Geld flieht vor ihm. Die allegorischen Gestalten Werke und Glaube erscheinen und rufen: Bekenne dich zu deinen Werken und glaube an die Barmherzigkeit Gottes. Dann wollen wir gemeinsam mit dir vor den Richterstuhl treten. Aber Jedermann glaubt lieber an die Einflüsterungen des Teufels, der ihm verspricht, die moderne Medizin kann Unvergänglichkeit schenken. Jedermann wird im Krankenhaus vom Teufel operiert. Er ist nicht tot. Aber die Frage, wie es mit den Jedermännern unserer Zeit weitergeht bleibt offen.
Ein tolles Theatererlebnis, eine großartige Unterhaltungsshow mit Tiefgang. Ein jubelndes Publikum. Nach diesem Erlebnis sind die Zuschauer eingeladen am Tanz des Lebens (Regie: Esther Undisz) teilzunehmen. Die Schauspieler und die Band Wallahalla musizieren, singen und tanzen populäre Tanz- und Unterhaltungsmusik aller Genres. Sie tun dies mit großer Hingabe, Perfektion und Freude. Die Herzen der Zuschauer schlagen höher und sie tanzen gemeinsam mit den Schauspielern bis in den frühen Morgen hinein.
So muss ein Theaterfest sein. Alle träumen schon von einem wunderbaren 9. GlückAufFest im nächsten Jahr.
Theaterfoto Rasche: Die Jedermänner Alexander Wulke, Till Demuth, Marco Matthes, Friedrich Rößiger, Sybille Böversen
Die Spielzeit an der NEUEN BÜHNE Senftenberg wird seit 8 Jahren immer mit einem GlückAufFest eröffnet. Die Zuschauer erwarten diese Eröffnung immer mit großer Spannung. Denn jedes Fest ist anders. Mal gibt es viele Stücke zu einem Thema oder nur ein einziges großes Theaterstück, wie Faust I, II. Gespielt wird nicht nur in den Theaterräumen, sondern auch innerhalb der Gemarkung Senftenberg. In diesem Jahr wurden die Zuschauer an den Rand der Stadt nach Snowtropolis entführt. In der dortigen Skihalle und in der Tennishalle wird Hugo von Hoffmannsthals „Jedermann“ gespielt. Dieses Stück wird alljährlich zur Eröffnung der Salzburger Festspiele als traditionelles christliches Mysterienspiel vom Leben, Sterben und der Reue eines reichen Mannes gespielt. In Senftenberg holt Regisseur Sewan Latchinian die Geschichte in unsere Zeit hinein. Es gibt nicht nur einen Jedermann. Jedermann ob auf der Bühne oder davor kann Jedermann sein. Das wird auch durch das Spiel des vielköpfigen Schauspielensembles deutlich, das gemeinsam oder einzeln als Jedermann auf der Bühne steht. Fünf Schauspieler zeigen mit einem einzigartigen Spiel den facettenreichen Charakter eines Jedermann. Eines Jedermann, der reich, herzlos gegen über den Armen, arrogant, vergnügungssüchtig ist und glaubt mit seinem Geld, auch den Tod eliminieren zu können. Aber die Todesangst kann er nicht überwinden und fällt immer wieder in tiefe Depressionen. Die aber schell verfliegen, wenn mit Wein, Weib und Gesang gefeiert wird. Auch die anderen Figuren des Stückes werden von den Darstellern mit Witz, Ironie und Tragik dargestellt. Durch seine facettenreiche Darstellungskunst gelingt es Schauspielensemble und den Musikanten der Band Wallahalla, ein klares Gegenwartspanorama zu zeigen. Im ersten Teil können die Zuschauer in der Tennishalle sitzend das Treiben im Schweizer Haus des Jedermann beobachten. Gott ein armer alter Mann ist verbittert über das Leben der Menschen auf seiner Erde und schickt den Tod zu den Jedermännern, um sie vor seinen Richterstuhl zu zitieren. Ein Bote überbringt die Nachricht, Jedermann erschrickt kurz, wirft mit Geld um sich. Und der Gute Gesell verliest gleich ein viel freundlicheren Nachrichtentext. Auch Jedermanns Kritiker, wie etwa seine Frau, verstummen, wenn sie Geld für ein schönes Leben bekommen. Und Jedermann lebt skrupellos weiter, verlacht die Armen und feiert ohne Ende. Aber menschliche Beziehung entstehen dabei nicht. Am Höhepunkt des Festes bittet der Hausvogt die Zuschauer zur Party in die eiskalte Skihalle ein. Dort fährt Jedermann mit seiner Buhlschaft vor und die Feier beginnt. Ein Entertainer lässt, die korrupten Einflußträger unserer Gesellschaft – Kirche, Justiz, Industrie, Militär und Medizin – auf Skiern und Snowboards zu Tal fahren. Jeder bekommt einen Geldkoffer. Alle sind zufrieden. Nur ein Sänger, der sich als Tod entpuppt, trübt die Stimmung. Aber es kommt noch schlimmer. Plötzlich steht Stèphane Hessel (Heinz Klevenow) am Skihang und spricht seinen gesellschaftskritischen Text „Empört Euch“, der die Menschheit zur Umkehr aufruft. Jedermann bekommt wieder Depressionen. Aber nachdem eine Seilakrobatin den Wein des Jahres kredenzt hat, ist wieder alles gut. Das Publikum wird in die Pause entlassen und kann sich auf dem weitläufigen Gelände von Snowtropoils kulinarisch verwöhnen lassen. Nach der Pause sitzen die Zuschauer in der Tennishalle an Tischen mit Weinkaraffen und können wieder eine tolle Feier im Hause Jedermanns erleben. Plötzlich erscheint der Tod leibhaftig, die Gäste fliehen und Jedermann ringt mit ihm und sucht Begleiter für seinen letzten Weg. Aber Keiner will mit ihm gehen. Ein reicher Mann hat eben keine Freunde. Auch das Geld flieht vor ihm. Die allegorischen Gestalten Werke und Glaube erscheinen und rufen: Bekenne dich zu deinen Werken und glaube an die Barmherzigkeit Gottes. Dann wollen wir gemeinsam mit dir vor den Richterstuhl treten. Aber Jedermann glaubt lieber an die Einflüsterungen des Teufels, der ihm verspricht, die moderne Medizin kann Unvergänglichkeit schenken. Jedermann wird im Krankenhaus vom Teufel operiert. Er ist nicht tot. Aber die Frage, wie es mit den Jedermännern unserer Zeit weitergeht bleibt offen.
Ein tolles Theatererlebnis, eine großartige Unterhaltungsshow mit Tiefgang. Ein jubelndes Publikum. Nach diesem Erlebnis sind die Zuschauer eingeladen am Tanz des Lebens (Regie: Esther Undisz) teilzunehmen. Die Schauspieler und die Band Wallahalla musizieren, singen und tanzen populäre Tanz- und Unterhaltungsmusik aller Genres. Sie tun dies mit großer Hingabe, Perfektion und Freude. Die Herzen der Zuschauer schlagen höher und sie tanzen gemeinsam mit den Schauspielern bis in den frühen Morgen hinein.
So muss ein Theaterfest sein. Alle träumen schon von einem wunderbaren 9. GlückAufFest im nächsten Jahr.
Theaterfoto Rasche: Die Jedermänner Alexander Wulke, Till Demuth, Marco Matthes, Friedrich Rößiger, Sybille Böversen
Die Spielzeit an der NEUEN BÜHNE Senftenberg wird seit 8 Jahren immer mit einem GlückAufFest eröffnet. Die Zuschauer erwarten diese Eröffnung immer mit großer Spannung. Denn jedes Fest ist anders. Mal gibt es viele Stücke zu einem Thema oder nur ein einziges großes Theaterstück, wie Faust I, II. Gespielt wird nicht nur in den Theaterräumen, sondern auch innerhalb der Gemarkung Senftenberg. In diesem Jahr wurden die Zuschauer an den Rand der Stadt nach Snowtropolis entführt. In der dortigen Skihalle und in der Tennishalle wird Hugo von Hoffmannsthals „Jedermann“ gespielt. Dieses Stück wird alljährlich zur Eröffnung der Salzburger Festspiele als traditionelles christliches Mysterienspiel vom Leben, Sterben und der Reue eines reichen Mannes gespielt. In Senftenberg holt Regisseur Sewan Latchinian die Geschichte in unsere Zeit hinein. Es gibt nicht nur einen Jedermann. Jedermann ob auf der Bühne oder davor kann Jedermann sein. Das wird auch durch das Spiel des vielköpfigen Schauspielensembles deutlich, das gemeinsam oder einzeln als Jedermann auf der Bühne steht. Fünf Schauspieler zeigen mit einem einzigartigen Spiel den facettenreichen Charakter eines Jedermann. Eines Jedermann, der reich, herzlos gegen über den Armen, arrogant, vergnügungssüchtig ist und glaubt mit seinem Geld, auch den Tod eliminieren zu können. Aber die Todesangst kann er nicht überwinden und fällt immer wieder in tiefe Depressionen. Die aber schell verfliegen, wenn mit Wein, Weib und Gesang gefeiert wird. Auch die anderen Figuren des Stückes werden von den Darstellern mit Witz, Ironie und Tragik dargestellt. Durch seine facettenreiche Darstellungskunst gelingt es Schauspielensemble und den Musikanten der Band Wallahalla, ein klares Gegenwartspanorama zu zeigen. Im ersten Teil können die Zuschauer in der Tennishalle sitzend das Treiben im Schweizer Haus des Jedermann beobachten. Gott ein armer alter Mann ist verbittert über das Leben der Menschen auf seiner Erde und schickt den Tod zu den Jedermännern, um sie vor seinen Richterstuhl zu zitieren. Ein Bote überbringt die Nachricht, Jedermann erschrickt kurz, wirft mit Geld um sich. Und der Gute Gesell verliest gleich ein viel freundlicheren Nachrichtentext. Auch Jedermanns Kritiker, wie etwa seine Frau, verstummen, wenn sie Geld für ein schönes Leben bekommen. Und Jedermann lebt skrupellos weiter, verlacht die Armen und feiert ohne Ende. Aber menschliche Beziehung entstehen dabei nicht. Am Höhepunkt des Festes bittet der Hausvogt die Zuschauer zur Party in die eiskalte Skihalle ein. Dort fährt Jedermann mit seiner Buhlschaft vor und die Feier beginnt. Ein Entertainer lässt, die korrupten Einflußträger unserer Gesellschaft – Kirche, Justiz, Industrie, Militär und Medizin – auf Skiern und Snowboards zu Tal fahren. Jeder bekommt einen Geldkoffer. Alle sind zufrieden. Nur ein Sänger, der sich als Tod entpuppt, trübt die Stimmung. Aber es kommt noch schlimmer. Plötzlich steht Stèphane Hessel (Heinz Klevenow) am Skihang und spricht seinen gesellschaftskritischen Text „Empört Euch“, der die Menschheit zur Umkehr aufruft. Jedermann bekommt wieder Depressionen. Aber nachdem eine Seilakrobatin den Wein des Jahres kredenzt hat, ist wieder alles gut. Das Publikum wird in die Pause entlassen und kann sich auf dem weitläufigen Gelände von Snowtropoils kulinarisch verwöhnen lassen. Nach der Pause sitzen die Zuschauer in der Tennishalle an Tischen mit Weinkaraffen und können wieder eine tolle Feier im Hause Jedermanns erleben. Plötzlich erscheint der Tod leibhaftig, die Gäste fliehen und Jedermann ringt mit ihm und sucht Begleiter für seinen letzten Weg. Aber Keiner will mit ihm gehen. Ein reicher Mann hat eben keine Freunde. Auch das Geld flieht vor ihm. Die allegorischen Gestalten Werke und Glaube erscheinen und rufen: Bekenne dich zu deinen Werken und glaube an die Barmherzigkeit Gottes. Dann wollen wir gemeinsam mit dir vor den Richterstuhl treten. Aber Jedermann glaubt lieber an die Einflüsterungen des Teufels, der ihm verspricht, die moderne Medizin kann Unvergänglichkeit schenken. Jedermann wird im Krankenhaus vom Teufel operiert. Er ist nicht tot. Aber die Frage, wie es mit den Jedermännern unserer Zeit weitergeht bleibt offen.
Ein tolles Theatererlebnis, eine großartige Unterhaltungsshow mit Tiefgang. Ein jubelndes Publikum. Nach diesem Erlebnis sind die Zuschauer eingeladen am Tanz des Lebens (Regie: Esther Undisz) teilzunehmen. Die Schauspieler und die Band Wallahalla musizieren, singen und tanzen populäre Tanz- und Unterhaltungsmusik aller Genres. Sie tun dies mit großer Hingabe, Perfektion und Freude. Die Herzen der Zuschauer schlagen höher und sie tanzen gemeinsam mit den Schauspielern bis in den frühen Morgen hinein.
So muss ein Theaterfest sein. Alle träumen schon von einem wunderbaren 9. GlückAufFest im nächsten Jahr.
Theaterfoto Rasche: Die Jedermänner Alexander Wulke, Till Demuth, Marco Matthes, Friedrich Rößiger, Sybille Böversen
Die Spielzeit an der NEUEN BÜHNE Senftenberg wird seit 8 Jahren immer mit einem GlückAufFest eröffnet. Die Zuschauer erwarten diese Eröffnung immer mit großer Spannung. Denn jedes Fest ist anders. Mal gibt es viele Stücke zu einem Thema oder nur ein einziges großes Theaterstück, wie Faust I, II. Gespielt wird nicht nur in den Theaterräumen, sondern auch innerhalb der Gemarkung Senftenberg. In diesem Jahr wurden die Zuschauer an den Rand der Stadt nach Snowtropolis entführt. In der dortigen Skihalle und in der Tennishalle wird Hugo von Hoffmannsthals „Jedermann“ gespielt. Dieses Stück wird alljährlich zur Eröffnung der Salzburger Festspiele als traditionelles christliches Mysterienspiel vom Leben, Sterben und der Reue eines reichen Mannes gespielt. In Senftenberg holt Regisseur Sewan Latchinian die Geschichte in unsere Zeit hinein. Es gibt nicht nur einen Jedermann. Jedermann ob auf der Bühne oder davor kann Jedermann sein. Das wird auch durch das Spiel des vielköpfigen Schauspielensembles deutlich, das gemeinsam oder einzeln als Jedermann auf der Bühne steht. Fünf Schauspieler zeigen mit einem einzigartigen Spiel den facettenreichen Charakter eines Jedermann. Eines Jedermann, der reich, herzlos gegen über den Armen, arrogant, vergnügungssüchtig ist und glaubt mit seinem Geld, auch den Tod eliminieren zu können. Aber die Todesangst kann er nicht überwinden und fällt immer wieder in tiefe Depressionen. Die aber schell verfliegen, wenn mit Wein, Weib und Gesang gefeiert wird. Auch die anderen Figuren des Stückes werden von den Darstellern mit Witz, Ironie und Tragik dargestellt. Durch seine facettenreiche Darstellungskunst gelingt es Schauspielensemble und den Musikanten der Band Wallahalla, ein klares Gegenwartspanorama zu zeigen. Im ersten Teil können die Zuschauer in der Tennishalle sitzend das Treiben im Schweizer Haus des Jedermann beobachten. Gott ein armer alter Mann ist verbittert über das Leben der Menschen auf seiner Erde und schickt den Tod zu den Jedermännern, um sie vor seinen Richterstuhl zu zitieren. Ein Bote überbringt die Nachricht, Jedermann erschrickt kurz, wirft mit Geld um sich. Und der Gute Gesell verliest gleich ein viel freundlicheren Nachrichtentext. Auch Jedermanns Kritiker, wie etwa seine Frau, verstummen, wenn sie Geld für ein schönes Leben bekommen. Und Jedermann lebt skrupellos weiter, verlacht die Armen und feiert ohne Ende. Aber menschliche Beziehung entstehen dabei nicht. Am Höhepunkt des Festes bittet der Hausvogt die Zuschauer zur Party in die eiskalte Skihalle ein. Dort fährt Jedermann mit seiner Buhlschaft vor und die Feier beginnt. Ein Entertainer lässt, die korrupten Einflußträger unserer Gesellschaft – Kirche, Justiz, Industrie, Militär und Medizin – auf Skiern und Snowboards zu Tal fahren. Jeder bekommt einen Geldkoffer. Alle sind zufrieden. Nur ein Sänger, der sich als Tod entpuppt, trübt die Stimmung. Aber es kommt noch schlimmer. Plötzlich steht Stèphane Hessel (Heinz Klevenow) am Skihang und spricht seinen gesellschaftskritischen Text „Empört Euch“, der die Menschheit zur Umkehr aufruft. Jedermann bekommt wieder Depressionen. Aber nachdem eine Seilakrobatin den Wein des Jahres kredenzt hat, ist wieder alles gut. Das Publikum wird in die Pause entlassen und kann sich auf dem weitläufigen Gelände von Snowtropoils kulinarisch verwöhnen lassen. Nach der Pause sitzen die Zuschauer in der Tennishalle an Tischen mit Weinkaraffen und können wieder eine tolle Feier im Hause Jedermanns erleben. Plötzlich erscheint der Tod leibhaftig, die Gäste fliehen und Jedermann ringt mit ihm und sucht Begleiter für seinen letzten Weg. Aber Keiner will mit ihm gehen. Ein reicher Mann hat eben keine Freunde. Auch das Geld flieht vor ihm. Die allegorischen Gestalten Werke und Glaube erscheinen und rufen: Bekenne dich zu deinen Werken und glaube an die Barmherzigkeit Gottes. Dann wollen wir gemeinsam mit dir vor den Richterstuhl treten. Aber Jedermann glaubt lieber an die Einflüsterungen des Teufels, der ihm verspricht, die moderne Medizin kann Unvergänglichkeit schenken. Jedermann wird im Krankenhaus vom Teufel operiert. Er ist nicht tot. Aber die Frage, wie es mit den Jedermännern unserer Zeit weitergeht bleibt offen.
Ein tolles Theatererlebnis, eine großartige Unterhaltungsshow mit Tiefgang. Ein jubelndes Publikum. Nach diesem Erlebnis sind die Zuschauer eingeladen am Tanz des Lebens (Regie: Esther Undisz) teilzunehmen. Die Schauspieler und die Band Wallahalla musizieren, singen und tanzen populäre Tanz- und Unterhaltungsmusik aller Genres. Sie tun dies mit großer Hingabe, Perfektion und Freude. Die Herzen der Zuschauer schlagen höher und sie tanzen gemeinsam mit den Schauspielern bis in den frühen Morgen hinein.
So muss ein Theaterfest sein. Alle träumen schon von einem wunderbaren 9. GlückAufFest im nächsten Jahr.
Theaterfoto Rasche: Die Jedermänner Alexander Wulke, Till Demuth, Marco Matthes, Friedrich Rößiger, Sybille Böversen