Ab dem 1. Februar übernimmt Dipl.-Med. Maher El-Kaissi die Leitung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Lauchhammer. Mit dem Chefarztwechsel wollen die Sana Kliniken Niederlausitz den Ausbau medizinischer Schwerpunkte in der Frauenheilkunde verbinden, darunter der Aufbau eines spezialisierten gynäko-onkologischen Angebots sowie eine stärkere Ausrichtung auf minimalinvasive operative Verfahren. Auch die Geburtshilfe soll laut dem Krankenhaus als perinataler Schwerpunkt weiterentwickelt werden.
Neuer Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Lauchhammer
Zum 1. Februar 2026 übernimmt Dipl.-Med. Maher El-Kaissi die Position des Chefarztes der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Lauchhammer. Wie die Sana Kliniken Niederlausitz mitteilen, soll mit dem personellen Neuanfang die medizinische Qualität in der Frauenheilkunde weiterentwickelt und regional verankert werden. Der neue Chefarzt setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Praxen und Hebammen aus der Region. Nach Angaben der Klinik wurde der Grundstein für diese Kooperation bereits im Dezember gelegt. Bei einem Treffen im Krankenhaus Lauchhammer kamen Fachärzte und Hebammen aus der Umgebung zusammen, um erste Gespräche zu führen und gemeinsame Perspektiven auszuloten.
Beruflicher Weg führt von Thüringen in die Lausitz
Dipl.-Med. Maher El-Kaissi verfügt über einen international geprägten Werdegang. Aufgewachsen im Libanon, absolvierte er sein Medizinstudium in der ehemaligen Sowjetunion. Die Facharztausbildung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe schloss er in Deutschland ab. Von 1990 bis 1997 erlangte er seine Anerkennung im Akademischen Krankenhaus Erfurt. Im weiteren Verlauf war El-Kaissi unter anderem in Apolda tätig und übernahm später chefärztliche Verantwortung in mehreren Kliniken, darunter im Krankenhaus Stollberg, in der Diakonie Hartmannsdorf sowie in Gotha und Meiningen. Nun wechselt der Mediziner aus Thüringen in die Lausitz und übernimmt die Verantwortung für die Frauenklinik in Lauchhammer.
Aufbau eines gynäko-onkologischen Schwerpunkts geplant
Ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt der Klinik soll künftig im Bereich der gynäkologischen Onkologie liegen. Unter der Leitung von Dipl.-Med. Maher El-Kaissi ist geplant, ein spezialisiertes Angebot für Frauen mit Krebserkrankungen aufzubauen. Dieses soll moderne Diagnostik, individuelle Therapiekonzepte und interdisziplinäre Tumorkonferenzen umfassen.
Nach Angaben der Sana Kliniken Niederlausitz ist dabei eine enge Kooperation mit spezialisierten Zentren in Berlin und Dresden vorgesehen. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten intensiviert werden. Ziel sei es, Krebspatientinnen perspektivisch eine wohnortnahe und koordinierte Behandlung zu ermöglichen.
Minimalinvasive Verfahren als medizinischer Fokus
In der operativen Gynäkologie soll künftig verstärkt auf minimalinvasive Verfahren gesetzt werden. Dipl.-Med. Maher El-Kaissi bringt nach Angaben der Klinik umfassende Erfahrung in diesem Bereich mit. Dazu zählen moderne laparoskopische Eingriffe bei Myomen, Zysten, Endometriose sowie bei Erkrankungen des Beckenbodens. Auch die Urogynäkologie bildet einen fachlichen Schwerpunkt. Geplant ist, sowohl die Diagnostik als auch die Behandlung von Beckenbodenfunktionsstörungen und Inkontinenz weiterzuentwickeln. Die schonenden Operationsmethoden sollen eine hohe diagnostische Sicherheit bieten und zugleich die Erholungszeit der Patientinnen verkürzen.
Geburtshilfe als Kompetenzzentrum für Familien
Neben der gynäkologischen Versorgung bleibt die Geburtshilfe ein zentraler Bestandteil der Klinik. Nach Angaben der Sana Kliniken Niederlausitz handelt es sich um ein Krankenhaus mit perinatalem Schwerpunkt. Rund um die Uhr arbeiten Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzte und speziell geschulte Pflegekräfte zusammen. Mit einer Kaiserschnittrate von 22 Prozent und einer Stillrate von 92 Prozent steht die Geburtshilfe in Lauchhammer nach Angaben der Klinik für eine familien- und bindungsorientierte Betreuung. Durch die direkte räumliche Nähe zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin soll auch künftig eine umfassende Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet werden. Ergänzt wird das Angebot durch Geburtsvorbereitung, Stillberatung, Informationsabende und regionale Familienangebote. Damit sollen Familien von der Schwangerschaft bis in die erste Zeit nach der Geburt begleitet werden.
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Red. / Presseinformation
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