Vom Familienbetrieb zum regionalen Versorger
Tag für Tag werden in Großräschen mehrere tausend Mahlzeiten gekocht, verpackt und auf den Weg gebracht. Rund 40 Fahrzeuge sorgen dafür, dass die Gerichte in einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern ausgeliefert werden. Das Liefergebiet reicht dabei von Pirna bis Potsdam sowie von Seniorinnen und Senioren bis hin zu Unternehmen verschiedenster Branchen. Hinter diesem Umfang steht eine über Jahrzehnte gewachsene Struktur. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Zeit nach der Wende. „Meine Mama hat das begonnen mit einem Imbisswagen“, erinnert sich Geschäftsführerin Stephanie Michel. Aus einer unsicheren Ausgangssituation heraus entschied sich ihre Mutter für den Schritt in die Selbstständigkeit. Am 1. Februar 1992 folgte der Umzug an den heutigen Standort in Großräschen.
Seitdem hat sich der Betrieb kontinuierlich weiterentwickelt. Heute arbeiten rund 80 Mitarbeiter im Unternehmen, ergänzt durch zwei Außenstellen. Die Abläufe beginnen früh am Morgen. Bereits um 3:30 Uhr startet die Küche, bis zum Mittag sind die Speisen vorbereitet und die Auslieferung organisiert. Über die Jahre habe sich ein System entwickelt, bei dem alle Prozesse ineinandergreifen und jeder im Team seine Aufgaben kennt.
Im Mittelpunkt ist weiterhin die klassische Küche. Täglich stehen mehrere Menüs zur Auswahl, ergänzt durch vegetarische und leichtere Varianten. Ein zentraler Anspruch bleibt dabei die Eigenproduktion. Viele Bestandteile werden direkt im Betrieb hergestellt, von Kartoffelpüree bis hin zu Hackfleischgerichten. Auch bei den Zutaten setzt das Unternehmen auf feste, langjährige Partner. So arbeitet Holzke Menü unter anderem mit mehreren Fleischereien, der Firma Golßen sowie dem Fruchthof in Cottbus zusammen. Ziel sei es, frische Produkte möglichst kurzfristig zu beziehen und direkt weiterzuverarbeiten. Die enge Zusammenarbeit ermögliche eine gleichbleibende Qualität und sichere Lieferketten. Besonders gefragt sind vor allem die traditionellen Gerichte. „Bratwurst mit Sauerkraut geht immer, Königsberger Klopse gehen immer, Schnitzel auch“, sagt Frau Michel am NL-Mikro.
Neue Menülinie „Frisch & Fit“ ergänzt das Angebot
Parallel zur klassischen Küche entwickelt das Unternehmen sein Angebot stetig weiter. Mit der Clean-Eating-Menülinie „Frisch & Fit“ wurde Anfang des Jahres eine zusätzliche Option eingeführt, die auf leichtere und ausgewogenere Ernährung ausgerichtet ist. Die Idee entstand aus einem persönlichen Austausch mit dem Personal Trainer David Goldmann. Gemeinsam entwickelte man den Ansatz, eine neue Menülinie zu schaffen, die sich bewusst von der klassischen Hausmannskost abhebt. Im Fokus stehen Gerichte mit höherem Eiweißanteil, mehr Gemüse und reduzierten Kohlenhydraten. Als Beilagen kommen unter anderem Hirse, Quinoa oder Bulgur zum Einsatz. Ziel sei es, dass die Speisen „nicht so schwer im Bauch liegen“. Für die Zukunft setzt das Unternehmen auf Kontinuität und moderate Weiterentwicklung. Die bestehenden Strukturen sollen erhalten bleiben, gleichzeitig besteht der Wunsch nach weiterem Wachstum. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt, wie sich der Betrieb stetig an neue Anforderungen angepasst hat und diesen Weg auch künftig fortsetzen will. Weitere Infos und mehr Einblicke in die täglichen Gerichte gibt es online unter www.holzke-menue.de.
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Red.






