Maximilian Piotraschke ist an der BTU in Senftenberg dauerhaft auf die Professur für Musikpädagogik in der Grundschule berufen worden. Seit 2024 hatte er sie bereits vertreten. Er will angehenden Lehrkräften zeigen, wie alle Kinder Zugang zur Musik finden.
Maximilian Piotraschke baut die Lehrkräftebildung mit auf
Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg bildet seit 2023 am Campus Senftenberg Lehrkräfte für die Grundschule aus (wir berichteten). Schon während der Vertretung hat Piotraschke den Aufbau des Fachs Musik dort mitgestaltet. „Der wichtigste Unterschied ist die langfristige Perspektive“, sagt er über die dauerhafte Berufung. Nun könne er Lehrangebote aufeinander abstimmen, längerfristige Forschungsprojekte verfolgen und Kooperationen aufbauen. Für Studierende und Partner bedeute das vor allem Kontinuität.
Gereizt habe ihn vor allem, eine neue Lehrkräftebildung von Anfang an mitzugestalten. „Wir bilden Menschen aus, die künftig das Lernen und Aufwachsen von Kindern prägen“, sagt Piotraschke. Dass er dabei die musikalische Bildung in der Lausitz mitentwickeln könne, mache die Aufgabe für ihn besonders reizvoll.
Singen, Spielen und eigene Musik erfinden
In der Lehre will Maximilian Piotraschke angehende Lehrkräfte befähigen, Kindern vielfältige Zugänge zur Musik zu eröffnen: durch Singen, Instrumentalspiel, Bewegung, Zuhören und das Erfinden eigener Musik. Kinder brächten sehr unterschiedliche Erfahrungen mit, guter Musikunterricht müsse daran anknüpfen. Dafür verbindet er musikalische Praxis, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Schulunterricht.
In seiner Forschung geht es darum, wie Kinder und Jugendliche Musikunterricht erleben. Musik könne Freude und Verbundenheit auslösen, aber auch Unsicherheit oder Scham, etwa wenn jemand vor anderen vorsingen muss und dafür bewertet wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung selbst: wie Studium und Schulpraxis so zusammenwirken, dass Studierende ihren Unterricht begründet gestalten und ihr eigenes Handeln kritisch hinterfragen.
Über 100 Studierende im Fach Musik der BTU
Im Studienjahr 2025/2026 belegten knapp über 100 Studierende das Modul Musik im Rahmen der ästhetischen Bildung, dazu kamen sechs Studierende mit dem Unterrichtsfach Musik. So erreicht Maximilian Piotraschke auch angehende Grundschullehrkräfte, die andere Fächer unterrichten werden. Diese Breite sei wichtig, weil musikalische Bildung auch über die eigentlichen Musikstunden hinaus zum Grundschulalltag gehöre.
Ausbauen möchte er die Verbindungen zu Musikschulen, Chören und anderen musikalischen Akteuren in der Region. Sie könnten Kindern zusätzliche musikalische Erfahrungen ermöglichen und Studierenden zeigen, wie Schule und regionales Musikleben zusammenwirken.
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Red.





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