Die Touristeninformation an den IBA-Terrassen in Großräschen darf jetzt die bundesweite Kennzeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ führen. Zwei neue Angebote sollen Gästen den Aufenthalt erleichtern.
Die Auszeichnung gilt bis Juli 2029
Eingestuft wurde die Touristeninformation nach den Kriterien von „Reisen für Alle“. Von August 2026 bis Juli 2029 darf sie die Kennzeichnung samt der zugehörigen Piktogramme nutzen. Übergeben wurden die Zertifikate am Donnerstag beim Netzwerktreffen „Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ in der Event.Werkstatt im ehemaligen Kühlhaus IV der Energiefabrik Knappenrode.
Erst vergangene Woche hatte das Lausitzer Seenland insgesamt seine Zertifizierung als barrierefreie Reiseregion gefeiert. Großräschen ist einer der Betriebe, die das im Einzelnen ausfüllen.
Sensory Bags und ein akustisches Leitsystem
Neu im Angebot sind sogenannte Sensory Bags und das akustische Leitsystem Piepsy. Die Taschen sollen Menschen helfen, Reize während ihres Aufenthalts besser zu regulieren; Piepsy gibt zusätzliche Orientierung über Töne. Beides lässt sich in den beteiligten Touristinformationen des Lausitzer Seenlandes kostenfrei ausleihen.
Ausdrücklich richten sich die Angebote nicht nur an Menschen mit Behinderungen. Gedacht sind sie für alle Gäste, die ihren Aufenthalt ruhiger oder selbstständiger gestalten wollen.
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Nicht nur eine Frage von Rampen und Türen
„Barrierefreiheit kommt nicht nur Menschen mit Behinderungen zugute“, heißt es aus der Touristeninformation. „Auch Seniorinnen und Senioren oder Familien mit Kindern profitieren davon, wenn Informationen, Räume und Angebote gut zugänglich und verständlich sind.“
Dass die Einstufung gelang, führt der Betreiber auch auf die Planung zurück: Bei der Gestaltung der Touristeninformation und der Besucherbereiche der IBA-Terrassen sei Barrierefreiheit von Beginn an mitgedacht worden und nicht erst nachträglich ergänzt. Den Planern der Stadt Großräschen gebühre dafür Wertschätzung.
Bei der Verleihung in Knappenrode dabei waren unter anderem Veronika Hiebl von der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, Kathrin Winkler vom Tourismusverband Lausitzer Seenland, Kati Bischoffberger von der Touristeninformation Großräschen und Christian Woronka von der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg.
Was hinter „Reisen für Alle“ steckt
„Reisen für Alle“ ist eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung. Geprüft wird nicht nur, ob ein Haus stufenlos erreichbar ist, sondern auch, wie Informationen aufbereitet sind und welche Bedingungen Gäste mit Seh-, Hör- oder kognitiven Einschränkungen vorfinden. Die Ergebnisse werden in Piktogrammen dargestellt, sodass sich Reisende vorab ein Bild machen können.
Für die Region ist Barrierefreiheit auch ein wirtschaftliches Thema. Das Lausitzer Seenland wirbt mit Wasser, Rad- und Wanderwegen um ein Publikum, das älter wird – und damit um Gäste, für die zugängliche Angebote über die Wahl des Reiseziels mitentscheiden.
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Red. / Presseinformation






