Cottbus. Aufstehen, ein paar Schritte gehen, eine Treppe schaffen: Nach einer großen Operation ist das keine Selbstverständlichkeit. Zum Tag der Physiotherapie an diesem Dienstag zeigen zwei Sana-Häuser in der Lausitz, wie der Weg zurück in die Bewegung beginnt – im Herzzentrum in Cottbus schon auf der Intensivstation, in den Sana Kliniken Niederlausitz oft am Tag der Operation selbst.
Im Herzzentrum fängt es mit dem Atmen an
Eine Operation am Herzen bleibt auch bei minimalinvasiven Verfahren ein schwerer Eingriff. Sobald der Zustand es zulässt, beginnt im Sana-Herzzentrum Cottbus die Physiotherapie – zunächst mit Atemübungen, kleinen Bewegungen im Bett oder dem ersten Aufsetzen.
Nach Operation und Narkose fällt tiefes Ein- und Ausatmen zunächst schwer. Der Reflex auf Schmerzen ist Schonhaltung, und wer flach atmet, belüftet die Lunge schlechter. Atemtherapie soll das durchbrechen.
„Manchmal beginnt Mobilisation mit einer angeleiteten tiefen Atmung oder einer kleinen Bewegung der Füße und Beine“, sagt Birgit Seeber-Heinrich, Leiterin der Physiotherapie im Sana-Herzzentrum. „Für Außenstehende wirkt das vielleicht unspektakulär. Für den Körper sind es jedoch wichtige erste Impulse.“ Seeber-Heinrich gehört dem Team seit mehr als 30 Jahren an.
„Niemals Mobilisation um jeden Preis“
Wann jemand nach einer Herzoperation erstmals aufsteht, hängt vom Verlauf ab: Kreislauf, Atmung, Operationsverfahren, Begleiterkrankungen und die ärztliche Beurteilung bestimmen das Tempo. Einen festen Zeitplan gibt es nicht, angepasst wird täglich und notfalls von Behandlung zu Behandlung.
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„Frühmobilisation bedeutet niemals Mobilisation um jeden Preis“, sagt Seeber-Heinrich. Erst kommt das Sitzen an der Bettkante, dann wenige Schritte mit Unterstützung, auf der Normalstation längere Gehstrecken und Übungen auf dem Ergometer.

Nach dem neuen Gelenk: oft schon am OP-Tag
In den Sana Kliniken Niederlausitz beginnt die Physiotherapie nach dem Einsetzen eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks noch während des stationären Aufenthalts – je nach Eingriff und Gesundheitszustand häufig schon am Operationstag oder am Tag danach.
Dabei geht es nicht um Meter. Die Patienten lernen unter Anleitung, sich sicher im Bett zu bewegen, aufzustehen, das operierte Bein richtig zu belasten und mit Hilfsmitteln zu gehen.
„Für viele Menschen ist der Moment, in dem sie nach der Operation zum ersten Mal wieder aufstehen, mit großer Anspannung verbunden“, sagt Stefanie Scadock, Leiterin des Therapeutenteams der Sana Kliniken Niederlausitz. „Wir geben ihnen Sicherheit, erklären jeden einzelnen Schritt und zeigen ihnen, was mit dem neuen Gelenk bereits möglich und was zu beachten ist.“
Kein Programm von der Stange
Der Behandlungsplan richtet sich nach Alter, körperlicher Ausgangslage, Begleiterkrankungen und dem Verlauf nach der Operation. „Physiotherapie nach einer Gelenkimplantation ist kein standardisiertes Übungsprogramm, das für alle gleich aussieht“, sagt Scadock. Ein sportlich aktiver Patient bringe andere Voraussetzungen mit als ein hochbetagter Mensch, der schon vor dem Eingriff auf Unterstützung angewiesen war.
Gezielte Bewegung aktiviert die Muskulatur, fördert die Beweglichkeit des operierten Gelenks und übt alltägliche Abläufe neu ein. Eine früh begonnene, an die Belastbarkeit angepasste Mobilisation kann zudem Risiken langer Bettlägerigkeit verringern.
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Red. / Presseinformation







