Wer von Ruhland aus auf die A13 Richtung Berlin will, muss sich ab Donnerstag einen anderen Weg suchen: Die Anschlussstelle wird in dieser Fahrtrichtung komplett gesperrt. Die Sperrung soll bis zum 7. September dauern.
Ein- und Ausfahrt sind betroffen
Vom 20. August bis voraussichtlich 7. September ist an der Anschlussstelle Ruhland weder das Auffahren noch das Abfahren möglich – jedenfalls in Fahrtrichtung Berlin. Das teilt das Amt Ruhland mit.
Grund sind Bauarbeiten auf der A13. Konkret geht es um die Erneuerung der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Ruhland und Klettwitz.
Die Baustelle läuft schon seit Juni
Für Ortskundige ist die Baustelle nichts Neues. Nach Angaben der Autobahn GmbH wird der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Klettwitz und Ruhland – Kilometer 104,691 bis 109,690 – bereits seit dem 22. Juni erneuert. Betroffen sind gut 9,6 Kilometer.
Die laufende Bauphase ist bis zum 9. September angesetzt, die Gesamtmaßnahme soll erst am 30. Oktober abgeschlossen sein. Die jetzige Sperrung der Anschlussstelle fällt also mitten in ein Vorhaben, das den Verkehr in der Region noch über Wochen begleitet.
Wie eng es dort zugeht, zeigt eine Zahl: In Fahrtrichtung Dresden beträgt die maximale Durchfahrtsbreite derzeit drei Meter. Im Mai hatte ein Unfall in diesem Bereich für Aufsehen gesorgt, nachdem Warnbaken versetzt worden waren (wir berichteten).
Ausweichen über Klettwitz oder Ortrand
Eine offizielle Umleitung hat das Amt nicht mitgeteilt; es bittet lediglich darum, die Sperrung bei der Fahrtplanung zu berücksichtigen und andere Routen zu nutzen.
Naheliegend sind die benachbarten Anschlussstellen: Wer Richtung Berlin unterwegs ist, kann bei Klettwitz auffahren, aus südlicher Richtung kommend alternativ bei Ortrand. Wer aus Dresden kommt und eigentlich in Ruhland herunterwollte, muss bis Klettwitz weiterfahren oder schon in Ortrand abfahren.
Betroffen sein dürften vor allem Pendler aus Ruhland, Schwarzheide und Lauchhammer – und Besucher der Schwarzheider Outlets, die aus Richtung Dresden anreisen.
Auch an den Brücken wird gearbeitet
Die Fahrbahnerneuerung ist nicht die einzige Baustelle auf diesem Abschnitt. Parallel erneuert die Autobahn GmbH den Korrosionsschutz an mehreren Brückenbauwerken zwischen den Anschlussstellen Calau und Ruhland, auf einer Strecke von rund 40 Kilometern und in beiden Fahrtrichtungen.
Diese Arbeiten sind langfristig angelegt: Als Ende der Gesamtmaßnahme nennt die Autobahn GmbH den 31. März 2027. Autofahrer auf der A13 zwischen Calau und Ruhland werden also auch im kommenden Jahr mit Einschränkungen rechnen müssen.
© Symbolbild: segovax / pixelio.de
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