Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat die Erste Beigeordnete und Dezernentin Grit Klug am heutigen Dienstag im Ratssaal der Stadt Lübbenau/Spreewald in den Ruhestand verabschiedet. Rund 150 Gäste aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Ehrenamt und der Blaulichtfamilie würdigten ihr jahrzehntelanges Wirken für den Landkreis. Klug begann 1981 ihre Ausbildung beim damaligen Rat des Kreises, übernahm nach der Wende Verantwortung als Beigeordnete und prägte nach der Kreisgebietsreform 1994 über viele Jahre zentrale Bereiche der Kreisverwaltung. Seit 2010 war sie Erste Beigeordnete und leitete das Dezernat für Bau, Ordnung und Umwelt. In den Redebeiträgen wurden besonders ihr Sachverstand, ihre Erfahrung, ihre Verlässlichkeit und ihr Einsatz für tragfähige Lösungen hervorgehoben. Mit ihrem Abschied werden die Aufgaben neu verteilt: Robert Weidner übernimmt zum 1. Juli 2026 das Amt des Ersten Beigeordneten, Martin Höntsch leitet künftig das Dezernat für Bau, Ordnung und Umwelt.
Ruhestand nach langer Laufbahn im OSL-Kreis
Mit einer Feierstunde im Ratssaal der Stadt Lübbenau/Spreewald hat sich Grit Klug am Dienstag, dem 30. Juni, aus ihrem Amt als Erste Beigeordnete und Dezernentin des Landkreises Oberspreewald-Lausitz verabschiedet. Nach Angaben des Landkreises würdigten rund 150 Gäste ihr jahrzehntelanges Wirken für die Verwaltung und die Entwicklung des Landkreises.
Unter den Gästen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Ehrenamt sowie langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. Auch die sogenannte Blaulichtfamilie war vertreten. Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule OSL begleiteten die Veranstaltung musikalisch unter Leitung von Musikschulleiter Ulrich Stein. Moderator Ralf Jußen führte durch das Programm.
Der Grit Klug Ruhestand markiert zugleich das Ende einer beruflichen Laufbahn, die bereits am 1. September 1981 beim damaligen Rat des Kreises begann. Dort startete die gebürtige Lübbenauerin ihre Ausbildung. Nach der politischen Wende übernahm sie 1990 erstmals Verantwortung als Dezernentin und Beigeordnete.
Mehr als vier Jahrzehnte Verantwortung im Landkreis
Im Zuge der Kreisgebietsreform wechselte Grit Klug 1994 in die neu gegründete Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz. In den folgenden Jahrzehnten leitete sie verschiedene Dezernate. Dazu zählten zunächst die Bereiche Finanzen und Bau, später Kreisentwicklung, Bildung und Kultur sowie zeitweise Jugend, Gesundheit und Soziales.
Seit 2010 stand sie als Erste Beigeordnete an der Spitze des Dezernates für Bau, Ordnung und Umwelt. Nach Angaben des Landkreises entwickelten sich unter ihrer Verantwortung zentrale Verwaltungsbereiche weiter. Dazu gehören unter anderem Straßenverkehr, Bauaufsicht, Umwelt- und Naturschutz, Veterinärwesen sowie Landwirtschaft.
Darüber hinaus vertrat Grit Klug den Landkreis über viele Jahre in Gremien und Institutionen auf Landes- und regionaler Ebene. Laut Landkreis galt sie dabei als geschätzte Ansprechpartnerin auch über die Kreisgrenzen hinaus. Zum 30. Juni endete planmäßig ihre zweite achtjährige Amtszeit als Erste Beigeordnete.
Würdigung durch Wegbegleiter und Kreisvertreter
Mehrere Rednerinnen und Redner blickten während der Feierstunde auf den beruflichen Werdegang von Grit Klug. Zu ihnen zählten Landrat Alexander Erbert, Landrat a. D. Siegurd Heinze, Lübbenaus Bürgermeister und Vorsitzender der Kreisarbeitsgemeinschaft Oberspreewald-Lausitz im Städte- und Gemeindebund, Helmut Wenzel, sowie Matthias Weinreich, Leiter des Amtes für Bauen und Denkmalschutz.
In den Redebeiträgen hoben die Festredner laut Landkreis ihren Einsatz, ihre fachliche Kompetenz und ihre langjährige Erfahrung hervor. Über mehr als vier Jahrzehnte habe sie Verantwortung übernommen, Krisen gemeistert und die Entwicklung des Landkreises mitgestaltet. Zudem würdigten die Redner ihre Detailkenntnis und ihre Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen tragfähige Lösungen zu finden.
Auch die Zusammenarbeit mit den Amtsleitungen ihres Dezernates, den Städten und Gemeinden sowie den Partnern des Landkreises wurde hervorgehoben. Für die Kommunen sei Grit Klug über viele Jahre eine verlässliche Ansprechpartnerin gewesen. Ebenso wurde ihr Einsatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung betont.
Staffelübergabe an Robert Weidner und Martin Höntsch
In ihren persönlichen Dankesworten blickte Grit Klug auf mehr als 44 Jahre im öffentlichen Dienst zurück. Sie dankte den Landräten, mit denen sie während ihrer Laufbahn zusammenarbeitete, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihres Dezernates und der gesamten Kreisverwaltung, dem Kreistag, den Städten und Gemeinden sowie den Partnern des Landkreises.
Besonders würdigte sie laut Mitteilung auch den Einsatz der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Hilfsorganisationen. Persönliche Worte richtete sie zudem an ihre Familie, der sie für Rückhalt, Unterstützung und Verständnis während ihrer langen beruflichen Laufbahn dankte.
Gleichzeitig verband sie ihren Abschied mit einem Appell an Verwaltung und Führungskräfte. Gesetze seien von Menschen für Menschen gemacht. Deshalb müsse Verwaltung auch künftig nicht nur verwalten, sondern den Landkreis aktiv gestalten und als verlässlicher Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger auftreten.
Mit der Übergabe zweier Staffelstäbe leitete Grit Klug zugleich den Generationenwechsel ein. Zum 1. Juli 2026 übernimmt Robert Weidner das Amt des Ersten Beigeordneten und damit die allgemeine Stellvertretung des Landrates. Er bleibt zugleich Dezernent für Bildung, Finanzen und Innere Verwaltung.
Ebenfalls zum 1. Juli übernimmt Martin Höntsch die Leitung des Dezernates III für Bau, Ordnung und Umwelt. Der Ruhländer verantwortet künftig nach Angaben des Landkreises rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Straßenverkehr und Ordnung, Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft, Bauaufsicht und Denkmalschutz sowie Umwelt.
Beim anschließenden Austausch nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich persönlich von Grit Klug zu verabschieden. Als Erinnerungsstück gab die überzeugte Spreewälderin ihren Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern Gurkensamen samt kleinem Rezeptheft mit. Laut Landkreis stand das Geschenk für ihre Verbundenheit mit der Heimatregion und zugleich symbolisch für den Wunsch, auch künftig Ideen, Engagement und Weitblick wachsen zu lassen.
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