Die Lausitzer Füchse haben auch das zweite DEL2-Viertelfinale gegen die EC Kassel Huskies verloren und liegen in der Best-of-Seven-Serie nun mit 0:2 zurück. Gestern Abend unterlag das Team vor 2.826 Zuschauern in der Eisarena Weißwasser mit 1:2 – trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber Spiel eins.
Ausgeglichenes erstes Drittel ohne Torerfolg
Das zweite Viertelfinale der DEL2-Playoffs begann anders als die Auftaktpartie in Kassel: Die Lausitzer Füchse gingen diesmal von der ersten Minute an aggressiv zu Werke und setzten die Gäste früh unter Druck. Simon Stowasser und Charlie Jahnke erzwangen die ersten Abschlüsse, ehe die Weißwasseraner die Huskies in der Schlussphase des ersten Abschnitts im eigenen Drittel einschnürten. Kassels Schlussmann Philipp Maurer wehrte jedoch mehrfach sicher ab. Alexander Dosch traf nach Vorarbeit von Jahnke nur den Pfosten, Adam Brady scheiterte mit einem Rückhandschuss ebenfalls am Huskies-Keeper. So blieb das erste Drittel ohne Torerfolg.
Verzichten mussten die Lausitzer Füchse in diesem Spiel auf die verletzten Clarke Breitkreuz und Marlon Braun. Für Breitkreuz, der in Spiel eins nach dem zweiten Drittel ausgeschieden war, übernahm Lane Scheidl die Kapitänsbinde. Wie der Verein in einer Pressemitteilung bekannt gab, hatte sich Braun bereits im ersten Viertelfinale in Kassel eine Oberkörperverletzung zugezogen. Nach eingehenden medizinischen Untersuchungen steht demnach fest, dass der Verteidiger in den verbleibenden Playoff-Partien nicht mehr eingesetzt werden kann. Braun hatte in der laufenden Saison 37 Spiele für die Blau-Gelben bestritten und dabei zwei Tore sowie zwei Vorlagen erzielt. Cheftrainer Christof Kreutzer kommentierte den Ausfall mit den Worten: „Der Ausfall von Marlon ist für uns sehr bitter, gerade jetzt in den Playoffs.“
Wilde trifft – Füchse gleichen aus und verlieren erneut knapp
Im Mittelabschnitt übernahmen die Huskies zunehmend die Kontrolle. Anthony Morrone verhinderte in der 22. Minute mit einer Glanzparade den Rückstand, zwei Minuten später war er jedoch machtlos: Bode Wilde wurde freigespielt und traf nach Vorlage von Maciej Rutkowski zur 0:1-Führung für Kassel. Weißwasser blieb dran, Jahnke vergab in aussichtsreicher Position. In der 35. Minute bot sich den Füchsen die Chance im Powerplay, Kassels Michael Bartuli hatte wegen eines Ellenbogenchecks gegen Kyle Havlena zwei Minuten gesessen, doch auch das Überzahlspiel blieb ohne Ertrag. Kurz darauf prüfte Jake Weidner Morrone nach einem Sprintduell, doch der Videobeweis zeigte klar: Der Puck war nicht im Tor – Morrone hatte die Scheibe bereits gesichert. Mit 0:1 ging es in die zweite Drittelpause.
Im Schlussdrittel hatten die Füchse zunächst das Pech, dass Hunter Garlent den Pfosten traf. In der 45. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich: John Broda verwertete nach unsauberem Kasseler Abwehrspiel aus zentraler Position zum 1:1. Die Partie war nun völlig offen. Weißwasser musste in der 49. Minute erneut in Unterzahl, überstand diese jedoch. Unmittelbar danach nutzten die Huskies ein Abstimmungsproblem zwischen Morrone und seiner Defensive: Dominic Turgeon bediente Hunter Garlent, der in der 52. Minute zum 1:2 einschob. In der Schlussphase nahm Cheftrainer Christof Kreutzer Morrone für einen sechsten Feldspieler vom Eis, der Ausgleich wollte trotz mehrerer gefährlicher Situationen vor dem Kasseler Tor jedoch nicht mehr fallen. Die EC Kassel Huskies verteidigten die knappe Führung und gehen mit 2:0 in der Serie in Führung.
Trainer-Stimmen
Füchse-Cheftrainer Christof Kreutzer erkannte die positive Entwicklung seines Teams an, benannte aber den entscheidenden Mangel: „Es war ein sehr enges Spiel und von unserer Seite erneut eine Steigerung im Vergleich zu Mittwoch. Leider hatten wir heute nicht das nötige Glück, um unsere Chancen konsequent zu nutzen. Die Jungs haben bis zum Schluss hart gekämpft – der Ausgleich lag in der Luft. Am Sonntag haben wir die nächste Chance. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“
Kassels Cheftrainer Todd Woodcroft lobte die Geschlossenheit seiner Mannschaft: „Das war ein Playoffspiel, wie man es sich vorstellt. Zwei wirklich gute Teams sind aufeinandergetroffen. Für uns war es heute ein Arbeitssieg. Am Ende hat man Erfolg, wenn sich alle in den Dienst der Mannschaft stellen und der Teamgeist stimmt.“
Spiel 3 morgen in Kassel
Die Best-of-Seven-Serie des DEL2-Viertelfinales geht morgen weiter. Die Lausitzer Füchse sind ab 17:00 Uhr erneut in der Probonio Arena in Kassel zu Gast. Für Weißwasser hat die Partie Pflichtcharakter: Ein weiterer Rückstand in der Serie würde die Ausgangslage deutlich erschweren.
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