… es ist um 15 Uhr. Ich sitze in meinem Büro, draußen grollt’s schon wieder bedrohlich.
Habe ich ein Glück – gerade eine Kaltschale im Kühlschrank gefunden , mit Johannisbeeren, dahinter lauert sogar noch eine große, rötlich angehauchte Pampelmuse.
Überlege, ob ich mein Fahrrad unterstelle; werde abwarten, bis die ersten Tropfen auf’s Fensterbrett knallen.
Telefon schweigt, als bereitet es ein Attentat vor; manchmal hustets und rappelts den ganzen Tag, wie ein Schwarm Kobolde.
Wind kommt auf – verdächtig, als ob sich einer ranschleicht.
Die Esel sind schon lange nicht mehr in Kieselwitz, zum Schluss war’s nur noch Einer, der ist dann gestorben: an Liebeskummer.
Die Bude wurde nach der Wende von einem Wessi gekauft : schöner Ausflugsort , mit ehemaligen Stallungen, ausgebaut für Handwerkerkunst etc.
Nun teilt es das Dornröschenschicksal: verschlafenes Wasserrad, träumende Schwäne, Seerosen, vergilbte Wetterfahne …
Nun war ich doch unten, das Fahrrad reinstellen. Ein Krankenwagen fährt auf den Hof, der Fahrer fragt: ist hier das Polizeikrankenhaus, ich habe eine Patientin.
Hier war mal das Polizeikrankenhaus, sage ich: vor 30 Jahren.
Kannst ja die Patientin trotzdem hier lassen, aber die Ärzte sind nicht mehr da – hat er gelacht.
Wie die Zeit vergeht.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen



