Das kommunale MVZ Spreewald in Lübben soll in die MVZ-Poliklinik des Klinikums Dahme-Spreewald übergehen, das zu Sana gehört. Einer Kooperation mit Sana haben die Lübbener Stadtverordneten am Donnerstag zugestimmt, wie die Stadt mitteilte. Die Zusammenarbeit soll am 1. Oktober beginnen.
Stadtverordnete stimmen Kooperation für das MVZ Spreewald zu
Mit dem Beschluss beauftragt die Stadtverordnetenversammlung die Geschäftsführung der Medizinisches Versorgungszentrum Spreewald GmbH, die Verhandlungen mit Sana fortzuführen und zu intensivieren. Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) bündelt mehrere Arztpraxen unter einem Dach. Ziel ist es laut Stadt, die ambulante Versorgung in Lübben und der Umgebung langfristig zu sichern und die medizinischen Fachkräfte zu halten.
Der Übergang soll bis zum ersten Quartal 2027 schrittweise erfolgen. Wie er rechtlich und organisatorisch genau aussieht, ist noch Gegenstand der Verhandlungen. Die Ergebnisse und eine Beschlussempfehlung sollen den Stadtverordneten spätestens bis zum 31. März 2027 zur Entscheidung vorgelegt werden.
Warum Lübben das MVZ Spreewald neu ausrichtet
Erste Überlegungen zu einem MVZ gab es nach Angaben der Stadt bereits 2016. Nach einer Marktanalyse der Lübbener Wohnungsbaugesellschaft (LWG) im Jahr 2021 wurde die Gründung beschlossen. Seit dem 1. Januar 2025 ist das kommunale MVZ in Betrieb (wir berichteten). Die Stadt ist alleinige Gesellschafterin und hat bislang rund 240.000 Euro in das Projekt gesteckt. Die LWG hat für das Gebäude rund 2,6 Millionen Euro aufgewendet.
Der Aufbau erfolge in einem herausfordernden Markt- und Versorgungsumfeld, schreibt die Stadt. Die Zahl der Patientinnen und Patienten und das Leistungsangebot hätten sich zwar positiv entwickelt. Kostendeckend arbeite das MVZ aber noch nicht. Deshalb richte sich die Stadt strategisch neu aus. Größere Träger könnten unter anderem bei der Suche nach Personal, in der Verwaltung und beim Qualitätsmanagement unterstützen.
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Was sich für Patienten des MVZ Spreewald ändert
Derzeit besteht für Patientinnen und Patienten nach Angaben der Stadt kein Handlungsbedarf, der Betrieb läuft weiter. Wer in das kommunale MVZ gewechselt ist, soll nach dem Übergang weiter von den vertrauten Ärztinnen und Ärzten behandelt werden können. Wie die Weiterbehandlung genau organisiert wird, soll in den weiteren Gesprächen geklärt werden. Über Veränderungen wollen MVZ und Stadt rechtzeitig informieren.
Sana beabsichtigt laut Stadt, die Ärztinnen und Ärzte sowie die Medizinischen Fachangestellten des MVZ zu übernehmen. Das Gebäude in der Schillerstraße 6A soll dagegen nach aktuellem Stand nicht übernommen werden. Die LWG spricht deshalb mit Interessenten über eine künftige Nutzung und prüft auch eine weitere medizinische Nutzung.
„Mit dem kommunalen MVZ haben wir Verantwortung übernommen und in den vergangenen Jahren Strukturen für eine wohnortnahe Versorgung aufgebaut“, erklärt Bürgermeister Jens Richter. „Jetzt geht es darum, diese Versorgung langfristig zu sichern und zugleich eine Struktur zu schaffen, die unter den veränderten Rahmenbedingungen dauerhaft tragfähig ist. Die Gespräche mit Sana bieten hierfür eine konkrete Perspektive.“ Besonders wichtig sei, dass medizinische Fachkräfte und möglichst auch die bestehenden Beziehungen zwischen Ärzten und Patienten erhalten bleiben. Die Menschen in Lübben und der Region sollten auch künftig auf eine verlässliche ambulante Versorgung zurückgreifen können.
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Red. / Presseinformation







