Mit Hammer und Holz gegen den Eichenprozessionsspinner: Kinder des Hortes der Liuba-Grundschule bauen gemeinsam mit der Stadt Lübben (Spreewald) und dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald Meisen- und Fledermauskästen. Anlass ist nach Angaben der Stadt der außergewöhnlich starke Befall zahlreicher Eichen im Stadtgebiet in diesem Jahr.
Natürliche Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners fördern
Die Aktion im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung „JubeLN“ ist Teil einer langfristigen Strategie: Meisen gehören zu den wichtigsten natürlichen Fressfeinden der Raupen – besonders Kohl- und Blaumeisen verfüttern während der Jungenaufzucht große Mengen davon. Fledermäuse jagen zudem in der Dämmerung die ausgewachsenen Falter und können so die Fortpflanzung des Schädlings eindämmen. Das Material stellt das Biosphärenreservat, unterstützt wird die Aktion vom Klimaschutzmanagement der Stadt und dem Baubetriebshof.
Gefahr für die Gesundheit durch Brennhaare
Der Eichenprozessionsspinner gefährdet nicht nur Eichen: Die Raupen entwickeln feine Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein, die der Wind verbreitet. Sie können Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzündungen und Atemwegsbeschwerden bis hin zu schweren allergischen Reaktionen auslösen. „Der starke Befall in diesem Jahr hat gezeigt, dass wir den Eichenprozessionsspinner nicht allein mit kurzfristigen Maßnahmen in den Griff bekommen“, erklärt Klimaschutzmanager Mathias Wolff. Mit jedem Nistkasten würden zugleich Lebensräume für heimische Arten geschaffen.
Schule führt das Projekt weiter
Die Nistkästen werden rund um das Gelände der Liuba-Grundschule angebracht, regelmäßig beobachtet und in den Unterricht eingebunden – die biologische Schädlingsregulierung ergänzt damit dauerhaft das Absaugen der Nester durch Fachfirmen. So erleben die Kinder unmittelbar, wie Natur-, Klima- und Gesundheitsschutz zusammenwirken.
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Foto: Stadt Lübben/B. Möbes
Red. / Presseinformation






