Im Landkreis Dahme-Spreewald ist der Geflügelbetrieb in Bestensee nun vollständig von der Newcastle-Krankheit betroffen, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Demnach mussten nach den Ausbrüchen in Bestensee und Zeesen bislang rund 1,36 Millionen Tiere im Landkreis getötet werden, auch mehrere Kleinsthaltungen sind betroffen. Zur Eindämmung der hochansteckenden Tierseuche wurden umfangreiche Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, die bis nach Berlin und in angrenzende Landkreise reichen und strenge Auflagen wie Stallpflicht sowie Transport- und Veranstaltungsverbote beinhalten.
Newcastle-Krankheit: Betrieb Bestensee betroffen
Der Geflügelbetrieb in Bestensee ist vollständig von der Newcastle-Krankheit betroffen. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilt, musste nun auch der letzte Stall aufgegeben werden. Die Tötung des gesamten Tierbestandes wurde angeordnet. Insgesamt sind im Landkreis nach Angaben der Behörden bereits rund 1,36 Millionen Tiere betroffen und getötet worden.
Auch kleinere Tierhaltungen in Bestensee, Zeesen und Mittenwalde sind betroffen. Der Beigeordnete und Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Stefan Wichary, beschreibt die Situation laut Mitteilung als große Belastung für alle Beteiligten. Mitarbeitende, Dienstleister sowie die Veterinärbehörde arbeiten demnach seit Wochen an der Eindämmung der Lage.
Restriktionszonen wegen Ausbruch erweitert
Aufgrund weiterer Ausbrüche, unter anderem im benachbarten Landkreis, wurden die Schutz- und Überwachungszonen ausgeweitet. In diesen Gebieten gelten strenge Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu zählt vor allem die verpflichtende Aufstallung von Geflügel.
Zudem besteht ein Verbringungsverbot für lebende Vögel sowie für Fleisch, Eier und Bruteier. Auch Geflügelmärkte, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen sind untersagt. Der Landkreis betont, dass diese Maßnahmen notwendig sind, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Biosicherheit und Kontrollen bleiben entscheidend
Nach Angaben des Landkreises ist die konsequente Kontrolle aller Geflügelbestände in den betroffenen Zonen entscheidend. Erst wenn diese vollständig überprüft wurden, können Einschränkungen schrittweise aufgehoben werden. Wichary ruft die Bevölkerung zur Unterstützung auf und verweist auf die Bedeutung der Einhaltung aller Vorgaben.
Zusätzlich bleiben bestimmte Bereiche weiterhin gesperrt. So ist die Straße „Unter den Eichen“ in Bestensee weiterhin nicht zugänglich. Fußgänger, Radfahrer, Reiter und Hundebesitzer sollen den Bereich meiden.
Tierhalter sind aufgefordert, ihre Bestände genau zu beobachten. Bei Auffälligkeiten oder Krankheitssymptomen soll umgehend das Veterinäramt informiert werden. Ziel aller Maßnahmen ist es laut Landkreis, die Ausbreitung der Krankheit schnellstmöglich zu stoppen und weitere Schäden zu vermeiden.
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Red. / Presseinformation




