Nach der unglücklichen 1:2 Niederlage gegen 1860 München wollte Böhme im Berlin-Brandenburg Derby den nächsten Dreier im Kampf um den Klassenerhalt holen aber so richtig passte es nicht zusammen. Brandy nutzte zweimal den ihm gebotenen Platz um die beiden entscheidenden Treffer zu erzielen. Cottbus kam in der zweiten Hälfte kaum zu Torchancen, Möhrle kassierte zu allem Überfluss noch Gelb-Rot.
Die Partie beginnt mit einer Schrecksekunde für die Energiefans. Quirlng war nach Kopplinanspiel völlig frei im Strafraum, ballert aber am Tor vorbei. Cottbus stand tief und ließ die Hausherren kommen. Traute sich mit zunehmendem Spiel aber immer wieder nach vorn. Stiepermanns Schuss nach 19 Minuten fängt Haas sicher. Union mit mehr Ballbesitz und Spielfreude. Sie belohnten sich in der 28. Minute als Mattuschkas Freistoß im Energiestrafraum für Verwirrung sorgt, der Ball zu Brandy kommt und der aus fünf Metern zum 1:0 vollstreckte. Der FCE wurde nun aktiver, Bickels Flanke in der 31. landet aber in Sanogos Rücken. Auf der Gegenseite entschärft Renno mit einem starken Reflex erst Puncecs Kopfball und direkt danach noch Quirings Schuss in letzter Sekunde.
Mit der verdienten Führung ging es in die Pause, Cottbus versuchte mitzuspielen agierte aber zu passiv.
Energie startete ein wenig druckvoller in die zweite Halbzeit, verwertbares ergab sich daraus aber in den ersten zehn Minuten nicht. Rivic und Perdedaj sollten ab der 58. Minuten für mehr Durchschlagskraft sorgen, Banovic und Bickel mussten runter. Dennoch taten sich die Gäste schwer wirkliche Chancen zu entwickeln, viele lange Bälle landeten direkt bei den Berlinern. Lediglich Sanogo fiel bei den Gästen auf, schon in der ersten Hälfte meckerte er und wurde ermahnt, nun setzte er den Ellbogen ein und kassierte Gelb. In der 67. Minute hätte Union den Sack zumachen können, Brandy wurde perfekt von Quiring bedient, sein Abschluss sauste haarscharf an Rennos Kasten vorbei. Der hatte in der 71. Minute einen Aussetzer als er einen Rückpass in die Hand nahm. Aytekin pfiff fast am Fünfer Freistoß, Schönheim drischt ihn drüber. Nur wenige Minuten später schwächt sich Energie selbst. Möhrle kassiert nach Foul die gelb-rote Karte. Zu zehnt ging es in die Schlussviertelstunde. Spielbestimmend blieben aber die Hausherren, nach 82 Minuten vollendete Brandy zum vorentscheidenden 2:0. Einzig Renno schien heute auf der Höhe zu sein, er verhinderte in der Nachspielzeit den dritten Treffer. Es blieb Stückwerk was Cottbus hier ablieferte, verdient ließen sie die drei Punkte in der Hauptstadt.
Am Freitag steigt das nächste Derby. Dynamo Dresden kommt ins Stadion der Freundschaft. Vier Punkte trennen die Cottbuser vom sächsischen Nachbarn und Tabellensechszehnten.
Stimmen zum Spiel:
1.FC Union Berlin Trainer Uwe Neuhaus: „Wir freuen uns über einen verdienten Sieg. Wir haben von Anfang an keinen Zweifel gelassen das wir gewinnen wollen. Wir haben es eher versäumt im Laufe des Spiels das Ergebnis für uns höher zu gestalten. Sanogo lag vor dem zweiten Tor auf dem Boden und die Spieler haben weiter gespielt, ich denke die Spieler haben das nicht gesehen, da gibt es also auch keinen bitteren Beigeschmack. Uns wurde ja die Gier so ein wenig abgesprochen, ich denke da haben wir die richtige Antwort gegeben. Wir haben mit ein paar Überraschungen in der Aufstellung bewiesen, dass wir gewinnen können.“
FC Energie Cottbus Trainer Jörg Böhme: „Glückwunsch an Union, absolut verdient gewonnen. Laufbereitschaft und Engagement kann ich uns nicht absprechen. Aber die fußballerische Qualität der letzten Wochen habe ich heute nicht gesehen. Wir werden das analysieren und bereiten uns nun auf das Derby vor. Bis dahin haben wir noch ein paar Tage Zeit.“
Statistik:
20.766 Zuschauer
Tore:
28. Minute: 1:0 Brandy (Vorbereitung Parensen)
82. Minute: 2:0 Brandy (Vorbereitung Quiring)
Aufstellung:
Energie Cottbus: René Renno – Jurica Buljat, Uwe Möhrle, Ahmed Madouni, Alexander Bittroff – Ivica Banovic – Christian Bickel, Sven Michel – Marco Stiepermann – Boubacar Sanogo, Mathias Fetsch
Union Berlin: Daniel Haas – Björn Kopplin, Roberto Puncec, Fabian Schönheim, Michael Parensen – Christopher Quiring, Damir Kreilach – Sören Brandy, Torsten Mattuschka, Martin Dausch – Steven Skrzybski
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