Neuer Klinikdirektor stärkt Orthopädie am MVZ Vetschau
Prof. Dr. Uwe Maus ist seit Jahresbeginn neuer Klinikdirektor für Orthopädie an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus. Wie die MUL-CT mitteilte, wurde er im Januar auf eine W3-Professur für Orthopädie an das Uniklinikum berufen. Ab Juli soll er zudem regelmäßig orthopädische Sprechstunden am Medizinischen Versorgungszentrum in Vetschau anbieten. Damit will die MUL-CT das medizinische Angebot in der Lausitz erweitern und Patientinnen sowie Patienten wohnortnäher versorgen. Nach Angaben der Universität ist Prof. Maus ab Juli immer mittwochs im MVZ in Vetschau erreichbar. Die dortige Orthopädie und Unfallchirurgie gehört zur CTK-Poliklinik GmbH. Termine können über die Praxis in der Pestalozzistraße 10 in 03226 Vetschau vereinbart werden. Erreichbar ist die Terminvergabe telefonisch unter 0354 33 4173 sowie per Mail an [email protected].
Erfahrung aus Aachen und Düsseldorf für die Lausitz
Der 51-jährige gebürtige Hildener bringt laut Pressemitteilung der MUL-CT eine umfangreiche akademische und klinische Laufbahn mit nach Cottbus. Promotion und Habilitation absolvierte er an der RWTH Aachen. Im Jahr 2020 folgte er dem Ruf auf eine W2-Professur für spezielle orthopädische Chirurgie und Osteologie. Zwischen 2020 und 2024 war er stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Von 2025 bis zu seinem Wechsel nach Cottbus leitete er die Klinik dort kommissarisch.
Zu seinen Aufgaben an der MUL-CT gehören nach seinen Angaben neben Lehre und Forschung auch die klinische Vertretung der Orthopädie. Ein Schwerpunkt liege darin, die Entwicklung hin zur Universitätsklinik zu begleiten. Die Orthopädie verändere sich, daher seien Fragen der orthopädischen Versorgung in der Lausitz ein wesentlicher Punkt, erklärte Prof. Maus in der Mitteilung.
Gelenkerkrankungen, Osteoporose und Schmerztherapie
Seine fachliche Spezialisierung liegt nach Angaben der MUL-CT in der konservativen und operativen Therapie von Gelenkerkrankungen. Außerdem spielt die Behandlung von Osteoporose eine wichtige Rolle. Die Universität verweist darauf, dass Osteoporose als Volkskrankheit ein zentrales Thema in der orthopädischen Versorgung bleibt. Auch Arthrose, Rückenschmerzen und Erkrankungen des Bewegungsapparates sollen in der Versorgung und später in der Lehre eine wichtige Rolle einnehmen.
Das Leistungsspektrum im MVZ Vetschau umfasst laut Mitteilung unter anderem konservative und operative Orthopädie, Endoprothetik, orthopädische Rheumatologie sowie Behandlungen bei Osteologie und Knochenstoffwechselerkrankungen. Hinzu kommen spezielle Schmerztherapie, Röntgen sowie die Möglichkeit, eine Zweitmeinung einzuholen. Das betrifft nach Angaben der MUL-CT unter anderem Knieendoprothetik, Schulterchirurgie sowie Hand- und Fußchirurgie.
Robotik und Digitalisierung rücken stärker in den Fokus
In der klinischen Versorgung sieht Prof. Maus laut MUL-CT auch Robotik und Digitalisierung als wichtige Themen. Die Umsetzung dieser Bereiche werde ein Bestandteil der weiteren Entwicklung sein, etwa durch den Einsatz von Robotik im OP. Zudem soll es um die Vertiefung und Anpassung bereits etablierter Behandlungspfade gehen. Auch Ambulantisierung und Wirtschaftlichkeit geraten nach seinen Angaben zunehmend in den Blick.
Für Prof. Maus bietet die Modellregion Lausitz die Möglichkeit, ein Netzwerk zur Versorgung von Patientinnen und Patienten aufzubauen. Das gelte auch für Arthrose und deren Prävention. Damit verknüpft die MUL-CT nach eigenen Angaben klinische Versorgung, Forschung und Lehre mit den besonderen Herausforderungen einer ländlich geprägten Region.
Orthopädie soll im Modellstudiengang wichtig werden
Mit Blick auf die ersten Studierenden, die zum Wintersemester 2026/2027 an der MUL-CT starten sollen, sieht Prof. Maus die Orthopädie als wichtigen Bestandteil des Modellstudiengangs Humanmedizin. Nach seinen Angaben eignet sich das Fach besonders, weil es sich mit weit verbreiteten Erkrankungen wie Arthrose oder Rückenschmerzen beschäftigt. An diesen Krankheitsbildern lasse sich die ärztliche Arbeitsweise systematisch erlernen.
Gerade die körperliche Untersuchung des Bewegungsapparates sei häufig ein früher Kontakt der Studierenden mit medizinischen Untersuchungsmethoden. Deshalb habe die Orthopädie aus seiner Sicht bereits zu Beginn des Studiums eine wesentliche Bedeutung. Die MUL-CT wurde am 1. Juli 2024 als staatliche Universitätsmedizin Brandenburgs gegründet. Laut Universität wird das Projekt von Bund und Land bis 2038 mit insgesamt 3,7 Milliarden Euro gefördert. Weitere Informationen zur Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem gibt es unter www.mul-ct.de.
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Red. / Presseinformation
Bild: MUL-CT



