Im Branitzer Park sind kurz vor Pfingsten sieben Eier der Trompeterschwäne aus dem Nest am Schlangensee gestohlen worden. Seitens der Stiftung Fürst-Pückler-Museum wird derzeit von einem gezielten Diebstahl durch Menschenhand ausgegangen. Die Elterntiere gelten seitdem als stark verschreckt.
Eier aus Nest gestohlen
Nach Angaben der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz wurden die sieben Eier zwischen dem 18. und 21. Mai aus dem Nest im Schlangensee entwendet. Da keinerlei Spuren am Ort festgestellt wurden, gehen Stiftung und Tierpark von einem gezielten Diebstahl aus.
Besonders auffällig sei laut Mitteilung, dass die Täter offenbar genaue Kenntnisse über den Zeitpunkt des bevorstehenden Schlupfes hatten. Auch die Zuwegung zur Insel im See deute auf Orts- und Sachkenntnis hin. Der Tierpark Cottbus will deshalb Anzeige erstatten.
Erst im März 2026 war die Rückkehr der seltenen Trompeterschwäne im Branitzer Park öffentlich vorgestellt worden. Vogelpfleger des Tierparks hatten zuvor untersucht, dass alle sieben Eier befruchtet waren.
Bereits 2024 verschwanden junge Schwäne
Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz arbeitet seit 2011 gemeinsam mit dem Tierpark Cottbus bei Pflege und Betreuung der Trompeterschwäne zusammen. Der männliche Schwan, in der Bevölkerung als „Hermann“ bekannt, lebt bereits seit längerer Zeit im Branitzer Park.
2024 kam ein Weibchen hinzu, das im Jubiläumsjahr 2026 den Namen „Lucie“ erhielt. Die Benennung erfolgte zu Ehren der Fürstin Lucie von Pückler.
Bereits im August 2024 hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals wurden nach Angaben der Stiftung fünf junge Trompeterschwäne aus dem Branitzer Park gestohlen. Die Suche nach den Tieren blieb erfolglos.
Trompeterschwäne stammen ursprünglich aus Nordamerika und zählen zu den größten Schwanenarten weltweit. Die zunächst gräulich gefärbten Jungtiere benötigen laut Stiftung große Reviere für ein artgerechtes Aufwachsen.
Stiftung bittet um Hinweise zu Verdächtigen
Nach dem neuerlichen Vorfall kündigte die Stiftung an, die Kameraüberwachung im Branitzer Park weiter auszubauen. Gleichzeitig bitten Stiftung und Tierpark um Hinweise aus der Bevölkerung.
Wer zwischen dem 18. und 21. Mai im Bereich unterhalb der Landpyramide verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich per E-Mail an [email protected] wenden.
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Red. / Presseinformation



