Der LHC Cottbus hat gestern Abend das Spitzentreffen der Regionalliga Ostsee-Spree gegen den Tabellenführer HV Grün-Weiß Werder mit 34:31 (18:15) gewonnen. Mit dem Erfolg sicherten sich die Cottbuser zudem den direkten Vergleich gegen Werder in der laufenden Saison.
Temporeiche Anfangsphase in der vollen Lausitz-Arena
Die Lausitz-Arena war gestern Abend ausverkauft – und das die 1.748 Zuschauer bekamen von Beginn an eine hochklassige Partie zu sehen. Lukasz Orlich brachte den LHC bereits nach 37 Sekunden in Führung (1:0), Janek Hesselmann für Werder glich nur Sekunden später aus. In der Folge entwickelte sich ein enger Schlagabtausch: Nicola Kuhlmey traf in der 3. Minute per Siebenmeter zur 3:1-Führung, HV Grün-Weiß Werder glich aber immer wieder aus.
In der 7. Minute gingen die Gäste sogar mit 5:6 in Führung. Hannes Knecht stellte das Gleichgewicht wieder her (6:6, 8. Minute), ehe Werder erneut vorzog. Der LHC ließ sich davon nicht beeindrucken und übernahm mit zunehmender Spieldauer die Initiative. Marc Schmitz (12:58), Jerremy Kutz (21:11) und Kuhlmey (19:20) sorgten dafür, dass die Cottbuser die erste Halbzeit mit 18:15 für sich entschieden.
LHC baut Führung aus – Werder kämpft sich heran
Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeber hellwach. Kreisläufer Marc Schmitz lief in den Anfangsminuten heiß: Er erzielte vier Treffer in kurzer Zeit und trieb die Cottbuser bis zur 44. Minute auf 27:21 davon. Schmitz beendete die Partie mit insgesamt sechs Treffern als einer der auffälligsten LHC-Akteure des Abends – gemeinsam mit Lukasz Orlich und Nicola Kuhlmey, die ebenfalls je sechs Tore erzielten.
Werder gab sich jedoch nicht auf. Die Gäste kämpften sich im Stil einer Spitzenmannschaft zurück – angeführt von Jannis-Hendrik Bundschuh, der am Ende auf sieben Treffer kam, und Janek Hesselmann mit sechs Toren. Fünf Minuten vor Schluss hatte Werder den Rückstand auf zwei Tore verkürzt (32:30). Doch der LHC Cottbus hielt stand: Kuhlmey verwandelte in der 58. Minute per Siebenmeter zum 33:30. Nachdem Werder auf 33:31 verkürzte, nahm Trainer Bennett Speed drei Sekunden vor dem Abpfiff noch eine Auszeit. Den angesagten Spielzug vollendete Kuno Schauer in der letzten Spielsekunde zum Endstand von 34:31. Schauer traf insgesamt fünfmal.
Hancic überragt – Speed lobt die Nervenstärke
Einen wesentlichen Anteil am Heimerfolg hatte Torhüter Filip Dominik Hancic: Er parierte 22 Würfe und erzielte zudem zwei eigene Tore. Auch auf Seiten der Gäste war die Abwehrarbeit solide – Christopher Knecht erzielte für Werder fünf Treffer, Philipp Reineck steuerte zwei weitere bei.
LHC-Trainer Speed zog nach dem Spiel ein positives Fazit. „Ich bin so stolz auf die Mannschaft heute“, sagte er. „Werder hat uns alles abverlangt. Sie haben über die Hälfte der Tore mit ihrem schnellen Tempospiel erzielt. Das hat uns ziemlich gestresst. Aber wie wir das dann souverän zu Ende gespielt haben – das war eine sehr reife Leistung meiner Mannschaft.“
LHC auf Rang zwei – Usedom wartet am Samstag
Mit dem gestrigen Sieg hat der LHC Cottbus auch den direkten Vergleich mit dem Tabellenführer für sich entschieden. Das Hinspiel hatte HV Grün-Weiß Werder noch mit zwei Toren Unterschied gewonnen. Sollte am Ende der Saison Punktgleichheit zwischen beiden Mannschaften bestehen, würde der gewonnene Direktvergleich zugunsten des LHC zählen.
Mit 34:8 Punkten belegt der LHC Cottbus in der Regionalliga Ostsee-Spree weiterhin den zweiten Tabellenplatz – sechs Punkte hinter dem nach wie vor führenden HV Grün-Weiß Werder, der LHC hat jedoch noch ein Spiel weniger, könnte mit einem Erfolg auf vier Punkte rankommen. Am kommenden Samstag steht für die Cottbuser ein Auswärtsspiel beim Tabellenvierten auf der Insel Usedom auf dem Programm.
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Red. / Presseinformation
Foto: Steffen Beyer








