Ein Frankfurter Forschungsinstitut sorgt für Aufmerksamkeit in der europäischen Halbleiterwelt: Das IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) hat mit dem „IHP Open ADK“ das erste europäische Open-Source-Design-Kit für heterogene Chiplet-Systeme veröffentlicht – mit einem realen Weg zur Fertigung.
Ein Baustein für Europas technologische Souveränität
Chiplets gelten als Zukunft des Chipdesigns: Statt eines einzigen großen Chips werden mehrere kleinere Bausteine zu einem System zusammengesetzt. Für den Entwurf solcher Systeme fehlte bislang ein offenes, durchgängiges Werkzeug, mit dem sich die Baugruppen entwerfen, visualisieren und anhand von Fertigungsregeln prüfen lassen. Genau diese Lücke schließt das IHP nun. „Die Veröffentlichung markiert einen wichtigen Schritt für offenes Chiplet-Design und technologische Souveränität in Europa“, teilt das Institut mit.
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Der Ansatz ist bewusst kollaborativ angelegt: Wenn zentrale Designmethoden in geschlossenen Systemen verbleiben, werde die Beteiligung öffentlicher Forschung, europäischer Start-ups und kleiner Unternehmen an künftigen Halbleiterinnovationen erschwert, argumentiert das IHP. Das Open ADK setze deshalb auf ein community-getriebenes Modell. Für den Wissenschaftsstandort Frankfurt (Oder) und das Land Brandenburg, das das Institut mitfinanziert, unterstreicht die Veröffentlichung die Rolle der Region in der europäischen Mikroelektronik.
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Symbolfoto: mintchipdesigns/Pixabay
Red. / Presseinformation











