Kolochau Freitag, 17 Mai 2019 von Redaktion

Mit „Rom – Kolochau“ den Nerv getroffen

Mit „Rom – Kolochau“ den Nerv getroffen

Mit seiner aktuellen Ausstellung im Kunst&Archiv in Kolochau hat Hans-Peter Klie offensichtlich ins Schwarze getroffen – der Zustrom war groß. Die Kolochauer kamen, weil sie neugierig waren, was es wohl mit den Sieben Hügeln bei Kolochau auf sich hatte und worin die Parallele zur italienischen Hauptstadt bestand – ein Geheimnis, das sowohl die Ausstellung, als auch Hans-Peter Klie selbst in einer humorvollen Rede lüftete.

Viele andere Gäste kamen, weil die Ewige Stadt Rom sie faszinierte und reizte – und auch der kritisch-hinterfragende Ansatz, den Hans-Peter Klie in seiner Ausstellung wählte: In die vierzig großformatigen Rom-Fotografien hatte er – statt der allgegenwärtigen Werbebanner und -botschaften – philosophische Sätze montiert, die das Leben in der Stadt reflektierten. Den Betrachter stellen diese vor eine Herausforderung – sind sie doch auf Lateinisch, der wahren Sprache Roms. Der ausliegende Ausstellungsführer verrät ihre Bedeutung.

Einen erläuternden Einstieg referierte auch Mike Rottmann, Philosophiehistoriker von der Martin Luther Universität in Halle/Saale. Er spannte einen weiten Bogen über Lessing und Laokoon und schaffte es doch den Ausstellungsbesuchern den Zugang zu Rom unmittelbar und direkt zu vermitteln: „Wenn man heute in Rom ankommt, begegnet man in der Halle des römischen Hauptbahnhofs Termini Werbung, stumpfe Reklame, laute Stimmen – aber nichts von dem, was in Rom verborgen ist. Doch was man durch Klie erkennen lernt, sind Hinweise, die zum Denken führen. (…) Alltägliche Kraft und geschichtliche Würde – beides sehen Sie hier versammelt.“

Mit einem Grußwort hatte zuvor Roland Neumann, der Kulturdezernent des Elbe Elster-Kreises, die Besucher willkommen geheißen.

Noch an drei weiteren Sonntagen im Sommer wird Hans-Peter Klie bei Kaffee oder Sekt und im persönlichen Gespräch durch die Ausstellung führen: am 23. Juni, 28. Juli und  25. August, jeweils von 14–18 Uhr

Ein weiteres Werk von Hans-Peter Klie, die Rauminstallation „40 Wanderer, fragmentiert.“ ist im Rahmen der Berufskunst-Ausstellung „Wanderungen“ ab 19. Mai im Atelierhof Werenzhain zu sehen.

 


Foto: Kunst&Archiv, Kolochau
 
pm/red

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