Großthiemig Mittwoch, 22 Mai 2019 von Redaktion

Ärztin in Großthiemig kehrt zu ihren Wurzeln nach Elbe-Elster zurück

Ärztin in Großthiemig kehrt zu ihren Wurzeln nach Elbe-Elster zurück

Die ersten einhundert Tage gelten im Journalismus als Frist, die man meist einem politischen Amtsträger gibt, um sich einzuarbeiten. Wenn es nach dieser Regel geht, hätte die neue Ärztin im MVZ Großthiemig noch jede Menge Zeit, um in der Praxis anzukommen. Doch sie wurde vom ersten Tag an sowohl vom Schwesternteam als auch von den Patienten gut aufgenommen, wie sich Erika Metzger erinnert. „Die Patienten sind froh, dass sie wieder eine Ärztin mit vollumfänglichen Sprechzeiten haben“, schätzt das Praxisteam ein.

 

Erika Metzger hat die Hausarztpraxis in Großthiemig Anfang April übernommen. Zuvor überbrückte Jens Lehmann vom MVZ Schipkau die Übergangsphase, seit Dr. Mona Kokot Ende des vergangenen Jahres die Praxis verlassen hatte. Damit ist die medizinische Versorgung für die Patientinnen und Patienten an der Landesgrenze zu Sachsen nahtlos übergegangen und für die Zukunft gesichert. „Durch uns erfolgt eine zuverlässige, freundliche und kompetente Betreuung, wenn es erforderlich ist auch im Rahmen von Hausbesuchen“, erklärt das Praxisteam. Da sie ihre Fachkenntnisse gern in der ambulanten Versorgung von Patienten anwenden und die Region unterstützen wollte, hat sie sich für die Übernahme der Hausarztpraxis in Großthiemig entschieden.

Mit dem Schritt in die Hausarztpraxis kehrt Erika Metzger zu ihren Wurzeln nach Elbe-Elster zurück, denn sie ist in Doberlug-Kirchhain aufgewachsen. Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Leipzig und war bis dato als Fachärztin für Innere Medizin im Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt tätig. Zusätzlich zur Tätigkeit in der Praxis nimmt die Ärztin auch am Rettungsdienst im Landkreis Elbe-Elster als Notärztin teil. Zudem plant sie demnächst, sich unter anderem im Bereich Palliativmedizin fortzubilden, um die entsprechende Zusatzbezeichnung zu erlangen. Die Palliativmedizin unterstützt unheilbar kranke Menschen dabei, die verbleibende Lebenszeit mit einer möglichst hohen Lebensqualität zu erleben, selbstbestimmt und ohne unnötiges Leid.

Unter dem Dach des Medizinischen Versorgungszentrums des Elbe-Elster Klinikums gibt es inzwischen 29 Hausarzt- und Facharztpraxen an zwölf Standorten.

 

Foto: EEK

pm/red

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