Bad Liebenwerda Samstag, 12 Juli 2014 von Redaktion

Häuser in Finsterwalde und Bad Liebenwerda von Dienstag bis Sonntag geöffnet

Häuser in Finsterwalde und Bad Liebenwerda von Dienstag bis Sonntag geöffnet

Die beiden Kreismuseen beteiligen sich als Korrespondenzorte an der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung zum Thema „Preußen und Sachsen.   Das Finsterwalder „Sänger- und Kaufmannsmuseum“ in der Langen Straße 6/8 stellt den bekanntesten Lieddichter des 17. Jahrhunderts, Paul Gerhardt, ausführlich vor. Einige seiner Texte, die von Johannes Crüger, der aus der Niederlausitz stammt, kongenial vertont wurden, gehören nach wie vor zum lebendigen Liedschatz weit über den deutschsprachigen Raum hinaus. Auch der Nachwirkung des Dichters als Namenspatron zahlloser Kirchen, Schulen, Chöre, karitativer Vereine und als Denkmalsfigur oder als Sagengestalt räumt die Präsentation breiten Raum ein.  Mehrere Konzerte im Finsterwalder Museum, aber auch am Ort der Landesausstellung in Doberlug-Kirchhain, begleiten akustisch die Ausstellung bis zum 2. November.

Das andere Kreismuseum in Bad Liebenwerda, Burgplatz 2, zeigt in diesem Zeitraum bis zum Ende der Landesausstellung die Kulturland-Schau „1815, als damals wir Musspreußen wurden“. Als „Museum des mitteldeutschen Wandermarionettentheaters“ widmet sich das Haus insbesondere der Geschichte des Wandermarionettentheaters. Noch in sächsischer Zeit bildet sich in Saathain bei Elsterwerda ein regelrechtes Komödiantennest. Über ein sich hier bündelndes Verkehrswegenetz ziehen die Puppenspieler bis weit nach Schlesien, Böhmen, Sachsen, Thüringen, Anhalt und Teile von Brandenburg über Land, um mit ihrem Schatten- bzw. Marionettentheater für Unterhaltung in Dörfern und Kleinstädten zu sorgen. Die Ausstellung selbst entführt den Besucher in die Zeit der Befreiungskriege von 1813-15, versucht das Lebensumfeld der hier lebenden Komödianten, Schatten- und Marionettenspieler aufzuzeigen. Begleitet wird die Ausstellung von einer Inszenierung des Hamburger Figurentheaters Ambrella unter Leitung von Heike Meinitz. Die Puppenspielerin offeriert in dem Stück die Geschichte und Bedeutung sowie den Spielbetrieb des Wandermarionettentheaters auf amüsante und unterhaltsame Art. Sie ist während des 16. Internationalen Puppentheaterfestivals am 19. September in Doberlug-Kirchain und einen Tag später bei der Langen Nacht des Puppenspiels im Refektorium der Stadt zu erleben.

Beide Museen haben bis zum 2. November ihre Öffnungszeiten an die Landesausstellung angepasst und können dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Quelle: Landkreis Elbe Elster

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