Lübben (Spreewald) Sonntag, 11 Dezember 2011 von Helmut Fleischhauer

Bahnstrecke Berlin-Cottbus jetzt mit 160 km/h

Die Bahnstrecke Königs Wusterhausen - Cottbus ist jetzt offiziell nach dem Ausbau bei einem Festakt in Lübben für eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometer freigegeben worden. Die Fahrzeit zwischen Cottbus und Berlin verkürzt sich um rund 20 Minuten.
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Cottbus und die Lausitz rücken jetzt näher an Berlin heran. Nach dem Ausbau des Streckenabschnitts Lübbenau-Cottbus 2008 war der Ausbau der Strecke Königs Wusterhausen – Lübbenau eine der wichtigsten Investitionen in die Schieneninfrastruktur des Landes. Die Züge fahren jetzt bis zu 160 Kilometer pro Stunde. Von Cottbus bis Berlin-Ostbahnhof dauert die Fahrt nur noch 69 Minuten.“
Durch die kürzere Fahrzeit verbessern sich auch die Anschlüsse aus Brandenburg in Berlin zum Fernverkehr Richtung Hannover und Köln. In Cottbus ergeben sich bessere Übergangszeiten, so dass sich die Reisezeiten, z. B. von Berlin nach Forst oder Spremberg um fast eine halbe Stunde verkürzen.
Von Lübben nach Berlin Hauptbahnhof brauchen Reisende weniger als eine Stunde. Die Spreewald-Region ist damit für Berufspendler nach Berlin attraktiver geworden.
Der ausgebaute Abschnitt wird im Regionalverkehr mit zwei Linien bedient, der Expresslinie RE2 die in Königs Wusterhausen, Brand, Lübben und Lübbenau ab dem Fahrplanwechsel eine konkurrenzlos schnelle Verbindung nach Berlin und Cottbus bietet, sowie der Regionalbahnlinie RB14, die auch die an den übrigen Bahnhöfen zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau hält.
Die im Umbauabschnitt gelegenen Stationen wurden grundhaft erneuert und erhielten neue Bahnsteiganlagen, Bahnsteigausstattungen sowie moderne Anzeigetafeln, um die Fahrgäste zu informieren. Das Land unterstützte die Stationserneuerungen mit Zuweisung von über 2,2 Millionen Euro. Die Planungskosten unterstützte das Land mit rund 3 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition betrug rund 140 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes und der Bahn.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

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