Cottbus Mittwoch, 04 November 2020 von Redaktion / Presseinfo

Mordprozess gegen 32-jährigen Ehemann in Cottbus gestartet

Mordprozess gegen 32-jährigen Ehemann in Cottbus gestartet

Es ist ein Fall, der in Cottbus im Mai großes Entsetzen ausgelöst hatte. Bei einem Streit in Schmellwitz soll ein 32-jähriger Afghane mehrfach auf seine 28-jährige Ehefrau eingestochen, sie von einem Vordach auf die Hauseingangstreppe gestoßen, schließlich ihren Kopf mehrfach auf die Treppenstufen geschlagen und sie so getötet haben. Jetzt muss sich der Angeklagte vor dem Landgericht Cottbus für seine Tat verantworten. Heute hat der Mordprozess begonnen. Laut Medienberichten vor Ort, hat der Angeklagte die Tat zum Prozessauftakt gestanden. 

Das Landgericht Cottbus teilte zum Prozessauftakt mit: 

Im Cottbuser Stadtteil Schmellwitz soll ein Mann seine 28 Jahre alte Ehefrau am 17. Mai dieses Jahres mit einem Messer getötet. Der 32-jährige Tatverdächtige soll nach Angaben des Landgerichts Cottbus nach einer zunächst verbal geführten Auseinandersetzung in der gemeinsamen Wohnung mit einem Küchenmesser mindestens zwei- bis dreimal auf seine Ehefrau eingestochen haben, um diese zu töten. Die Geschädigte soll versucht haben zu fliehen, in dem sie aus dem Fenster der im zweiten Obergeschoss gelegenen Wohnung auf das darunter befindliche Vordach sprang. Dorthin soll ihr der Angeklagte gefolgt sein, um ihr weitere Stichverletzungen zuzufügen. Anschließend soll er die Geschädigte vom Vordach auf die Hauseingangstreppe gestoßen haben, wo er ihren Kopf mehrfach auf die Stufen schlug. Die Geschädigte soll durch die Gewalteinwirkung eine Schädelhirnzertrümmerung erlitten haben, die noch am Tatort zu ihrem Tod führte. Der Angeklagte soll aus Verärgerung über die von der Ehefrau gewollten Trennung und aus Missbilligung ihres westlichen Kleidungsstils gehandelt haben.

Am nächsten Hauptverhandlungstermin werden Zeugen befragt 

In dem Strafverfahren hat heute die Hauptverhandlung begonnen. Die Anklage ist verlesen worden. Der Angeklagte hatte durch seinen Verteidiger eine Einlassung zu der Anklage vortragen lassen. Im nächsten Hauptverhandlungstermin am 16. 11.2020 sollen Zeugen aus dem Umfeld des Tatortes vernommen werden. 

Red. / Presseinfo 

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