Landkreis
Cottbus Sonntag, 23 Februar 2020 von Redaktion

Sturmfront rückt näher. Auswirkungen auf Cottbuser Zug der fröhlichen Leute?

Sturmfront rückt näher. Auswirkungen auf Cottbuser Zug der fröhlichen Leute?

Etwa 3.500 aktive Karnevalisten sind in Cottbus aufgefahren, um ab 13:11 Uhr den Zug der fröhlichen Leute, den größten Karnevalsumzug Ostdeutschlands zu begehen. Dabei geht der Blick immer wieder in Richtung Himmel, bis gestern Abend schien Cottbus und Umgebung noch verschont zu bleiben von allzu starkem Wind und Regen. Doch die Lage hat sich am Sonntagmorgen zugespitzt, das windarme "Band" das sich quer durch Deutschland zog verschob sich über Nacht immer weiter nach Norden, mittlerweile besteht für alle Regionen südlich von Potsdam und Berlin am Sonntag ab 12 Uhr eine amtliche Warnung vor Sturmböen bis Windstärke 9, in Regennähe sogar bis Windstärke 10 (etwa 110 km/h). An anderen Karnevalsstandorten wurden die Umzüge bereits abgesagt.

Für den Cottbuser Umzug gibt es noch keine Informationen, ob er durchgeführt oder abgesagt werden soll. Stand 9:30 Uhr setzt er sich ab 13:11 Uhr in Bewegung, von Sturm oder Wind ist derzeit auch noch wenig zu spüren. 

Sturm Yulia rückt näher

In der amtlichen Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen heißt es: "Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden."

Bisher wurden die Karnevalszüge durch Essen-Kettwig, Salzkotten im Kreis Paderborn und Emmerich am Niederrhein abgesagt. Auch im sächsischen Strehla fällt der für Sonntag geplante Faschingsumzug wegen des vorhergesagten Sturms aus. Andere Veranstalter lassen noch Aufbauten auf LKWs abbauen um die Gefahr durch Wind und Sturm zu minimieren. 

Zehntausende Besucher erwartet

Zum Cottbuser Zug der fröhlichen Leute durch die Innenstadt werden zehntausende Besucher am Streckenrand erwartet. 

Die Polizei richtet für alle Karnevalsbesucher zwei mobile Polizeiwachen ein. Also für den Fall eines Falles, wenn im Getümmel etwas verschwinden sollte, oder gar ein Kind abhandenkommt, sind zusätzlich zu den Polizeibeamten entlang der Aufzugsstrecke Beamte in einer Mobilen Polizeiwache in der Karl-Liebknecht-Straße 136 (vor „Domino’s Pizza“) und in einer zweiten mobilen Polizeiwache in der Bahnhofstraße 57 (auf Höhe des Altstadthotels „Am Theater“) für Sie zur Anzeigenaufnahme und alle weiteren Fragen erreichbar.

Sperrungen in der Innenstadt

Zum 29. Karnevalsumzug wird die Umzugsstrecke am Sonntag, 23.02.2020, beginnend ab 09:00 Uhr gesperrt. Einheimische und auswärtige Verkehrsteilnehmer sollten die nötigen Straßensperrungen respektieren und alle Umleitungshinweise genau beachten. Besonders betroffen werden die Straße der Jugend, die Bahnhofstraße, die Schillerstraße und angrenzende Nebenstraßen sowie der Betrieb der Straßenbahn sein. Die Sperrung wird frühestens nach Beendigung der Reinigungsarbeiten am späten Sonntagnachmittag aufgehoben. Mit dem Auto anreisende Besucher sollten Parkplätze außerhalb des Zentrums nutzen und natürlich auf alkoholische Getränke verzichten.

Das könnte Sie auch interessieren