Cottbus Samstag, 04 Januar 2020 von Redaktion

Cottbuser SPD legt Kondolenzbuch für Manfred Stolpe aus

Cottbuser SPD legt Kondolenzbuch für Manfred Stolpe aus

Am vergangenen Sonntag (29.12.2019) ist der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs, Manfred Stolpe gestorben. Sein Tod nach langer schwerer Krankheit löste parteiübergreifende Betroffenheit aus, er war der erste Ministerpräsident des Bundeslandes nach der Wiedervereinigung und führte die Amtsgeschäfte bis 2002. Die Cottbuser SPD legt in ihrer Geschäftsstelle in der Mühlenstraße 17 in Cotbus ab Montag, den 6.1.2020 ein Kondolenzbuch aus. 

Von der Cottbuser SPD heißt es: "Trotz des Wissens um seine schwere Erkrankung, hat uns sein Tod tief getroffen. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Angehörigen. Nicht nur in seiner Funktion als brandenburgischer Ministerpräsident, oder aber als Bundesverkehrsminister, hat Dr. Manfred Stolpe auch in seinem Cottbuser Landtagswahlkreis tiefe Spuren bei den hier lebenden Menschen und in der Stadt hinterlassen. Seine über Parteigrenzen hinweg versöhnliche Art sowie sein unermüdlicher Einsatz für das Land Brandenburg und unsere Stadt, machten ihn zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit, deren Verlust wir betrauern, für dessen segensreiches Wirken wir jedoch in gleicher Weise dankbar sind.

Der SPD Unterbezirk Cottbus steht heute auch auf dem Fundament, das Manfred Stolpe maßgeblich mit aufgebaut hat. Wir werden ihn und sein Engagement stets in ehrendem Gedenken halten." 

Ab kommenden Montag, 6. Januar 2020, liegt in der SPD-Geschäftsstelle (Mühlenstraße 17, Cottbus) ein Kondolenzbuch aus.

Reaktionen auf den Tod:

Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD): "Manfred Stolpe, der erste Ministerpräsident des Landes Brandenburg nach der Friedlichen Revolution, hat die Entwicklung des Landes maßgeblich geprägt. Er war ein politischer Mensch, der von vielen vor und nach 1989 als Vertreter ihrer Interessen wahrgenommen wurde. In zahlreichen Nachrufen wird er als Sachwalter ostdeutscher Interessen gewürdigt. Seine umstrittenen Kontakte zum Staatssicherheitsdienst der DDR und sein Umgang nach 1989 mit seiner Verstrickung als Kirchenfunktionär in den Macht- und Sicherheitsapparat der Diktatur haben jedoch die Aufarbeitung der Geschichte und der Folgen der SED-Diktatur im Land Brandenburg verzögert. Die späte Einrichtung einer Aufarbeitungsbehörde, die anfangs geringe Unterstützung für Opferverbände und Aufarbeitungsinitiativen und für diejenigen, die in der SBZ/DDR Unrecht erleben mussten, sind neben seinen unbestrittenen Verdiensten zu nennen."

Weitere Reaktionen zu Manfred Stolpes Tod lest ihr hier bei uns.

 

Foto: Manfred Stolpe 2015, CC BY-SA 3.0 de, Olaf Kosinsky/Skillshare.eu

 

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