Cottbus Freitag, 22 November 2019 von Redaktion

Cottbuserin brachte Hunde nach Polen. Tierschützer retten 300 Tiere bei Gubin

Im polnischen Stargard Gubiński (etwa acht Kilometer südöstlich von Gubin) wurde in der letzten Woche begonnen eine Hundezucht mit 300 Hunden aufzulösen und die Tiere aus ihren dortigen Lebensumständen zu retten. Sie stammen laut dem niederschlesischen Inspektorat für Tierschutz, von der Cottbuserin Maud Schwichtenberg, deren Tierfarm "Fleckifarm" in Cottbus-Merzdorf bereits in der ersten Hälfte diesen Jahres von Tierschützern geräumt wurde, ein Teil der Tiere war jedoch verschwunden. Katzen und Hunde wurden gerettet und in Tierheime gebracht. Laut Tierschutzliga könnte sie unter der psychischen Krankheit "Animal Hording" (Tiersammler) leiden. 64 Hunde aus dem aktuellen Fall sind in der Tierschutzeinrichtung untergekommen, für sie werden nun Paten gesucht, um sie impfen, entwurmen und wieder aufpeppeln zu können. Laut polnischer Tierschutzorganisation wurden sie von der Frau für 200 - 600 Euro zum Verkauf angeboten.

In Stargard Gubiński wurden die Tiere in einem Bunker und einem Gewächshaus gehalten. Das Niederschlesische Inspektorat für Tierschutz (Tierschutzorganisation) teilte zum Fall mit: "Maud S. hat mit ihrem Sohn in Stargard Gubiński (Kreis Krosno) eine Zucht von 300 Mischlingen geführt. Sie haben die Welpen in Deutschland fuer 200 - 600 € verkauft. Die Lebensbedingungen der Tiere waren schrecklich! In einer Box gab es Dutzende von Hunden, darunter die gebärende Hündinnen. Früher hat diese Frau eine ähnliche Tätigkeit in ihrer Heimat (Cottbus) geführt. "Wir haben aus diesem Horror 30 Hunde mitgenommen. Die Hunde befinden sich in der Tierklinik Aksman. Alle Hunde befinden sich in einem schlechten Gesundheitszustand und müssen behandelt werden. Sie sind von Parasiten befallen, sind unterernährt." Zusammen mit der Tierschutzorganisation OTOZ Animals - Inspektorat Zielona Góra wurden Anfang der Woche nochmals 80 Hunde befreit und auf Tierheime verteilt. Alle Hunde sind mittlerweile beschlagnahmt, einige befinden sich noch vor Ort und werden durch Tierschutzorganisationen betreut, bis eine Lösung über Tierheime gefunden ist.

Cottbuserin brachte Hunde nach Polen. Tierschützer retten 300 Tiere

Auch das deutsche Tierschutzliga-Dorf bei Neuhausen bemühte sich bei Behörden um die Aufnahme von Hunden. Sie bekamen die Freigabe, kranken Hund, die zahlreichen Muttertiere mit Welpen und 64 weitere Hunde mitzunehmen. Die Muttertiere inklusive der Welpen, sowie die kranken und verletzten Hunde durften in polnischen Tierheimen untergebracht werden, die 64 Hunde wurden ins Tierschutzliga-Dorf gefahren. Sie werden nun untersucht, entwurmt und gegen Tollwut und weitere Krankheiten geimpft. Ab dem Tag der Tollwutimpfung müssen sie für 21 Tage in Quarantäne bleiben. "Die Besitzerin, offensichtlich psychisch erkrankt, hielt über 300 Hunde auf ihrem Anwesen. Rüden und Weibchen kreuz und quer. Die Hunde vermehrten sich unkontrolliert. Wir konnten erst mal 64 Hunde zu uns holen, die nun alle einen Notfallpaten suchen." 

geretteter kranker Hund Die deutschen und polnischen Tierschutzorganisationen bitten um Spenden, um die medizinische Versorgung und die Unterbringung der Hunde sicherstellen zu können.

 

Tierschutzligadorf:

Notfallpatenschaft beim Tierschutzligadorf

Tierschutzliga Stiftung

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE 83 7002 0500 0009 8385 03

BIC: BFSWDE33MUE

Verwendungszweck: Notfellchen-Fonds

PayPal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Niederschlesisches Inspektorat fuer Tierschutz

mBank S.A. 

IBAN: PL 49 1140 2004 0000 3802 7654 3761

BIC/SWIFT: BREXPLPWMBK

Verwendungszweck: zwinger mit 300 Hunden

PayPal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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