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Cottbus Montag, 07 Oktober 2019 von Redaktion / Presseinfo

Große Bilder und Livemusik: "The Black Rider" im Staatstheater Cottbus

Im Staatstheater Cottbus gibt es derzeit einen ganz neuen Blick auf die deutsche Volkssage "Der Freischütz" zu erleben. "The Black Rider" zeigt die amerikanische Fassung als musikalisches Schauspiel. Um den Freischützstoff dementsprechend neu auf die Bühne zu bringen, greift  Regisseur Malte Kreutzfeldt  auf die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten, die ein Staatstheater zu bieten hat. Musikalische Einlagen, begleitet von einer Liveband der besonderen Art, dazu große Bühnenbilder, die mit Licht, Nebel und Kulisse mystische bis melancholische Stimmungen erzeugen sowie engagierte Darsteller, die dauerhaft mit Gesang, englischer und deutscher Sprache jonglieren, lassen für Augen und Ohren kaum Wünsche offen. Auch das Hauptdarstellerpaar Maxine Kazis und Markus Paul sind in unserem Videogespräch spürbar begeistert von der neuen Inszenierung. "Ich liebe den Abend", fasst Maxine Kazis zusammen.

Das Videogespräch sowie Eindrücke der Inszenierung gibt es im Titelvideo.

Das Staatstheater Cottbus teilt dazu mit:

Das Schauspiel des Staatstheaters Cottbus feierte mit dem Musical „The Black Rider. The Casting of the Magic Bullets“ seine erste Premiere in der Spielzeit 2019/2020, die die Sparte unter die Leitmotive „Zukunft, Heimat, Identität“ gestellt hat. Regie führt Malte Kreutzfeldt, der 2018 in Cottbus bereits Brechts „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ inszenierte. Seine Ui-Darstellerin Sigrun Fischer lädt als teuflischer Stelzfuß das Publikum gleich zu Beginn auf einen Höllenritt ein. In der Rolle des Wilhelm stellt sich der frisch diplomierte Schauspieler und ausgebildete Sänger Markus Paul als neues Ensemblemitglied vor.

Die musikalische Leitung hat Hans Petith, der gleichzeitig als Spieler diverser Tasteninstrument in der sechsköpfigen, hauptsächlich aus bekannten Cottbuser Musikern bestehenden Band agiert. Diese eröffnet dem Zuschauer zusammen mit dem singenden Ensemble lustvoll den musikalischen Ideenreichtum von Rocklegende Tom Waits. Für die Bühne zeichnet Malte Kreutzfeldt verantwortlich, für die Kostüme Katharina Beth. Die deutsche Volkssage „Der Freischütz” inspirierte Anfang der 1990er Jahre drei US-amerikanische Künstler zu einer musikalisch-theatralen Neuauflage des Stoffes: Starregisseur Robert Wilson schuf gemeinsam mit Tom Waits und Beat-Generation-Autor William S. Burroughs „The Black Rider. The Casting of the Magic Bullets.“

Die Handlung folgt der „Freischütz“-Sage: Für seine Tochter Käthchen wünscht sich der stolze Erbförster einen kernigen, schießtüchtigen Mann. Doch ihr Herz gehört einem wahrlich schlechten Schützen: dem sensiblen Amtsschreiber Wilhelm. Um ihre Hochzeit dennoch zu ermöglichen, nimmt Wilhelm von einem geheimnisvollen Stelzfuß magische Kugeln an, die sogar ihn zu einem tadellosen Jäger machen. Schnell wird er abhängig von den höllischen Kugeln. Für den traditionellen, alles entscheidenden Probeschuss müssen bereits neue her. Doch Stelzfuß’ Bedingungen haben sich geändert: Das Ziel der letzten Kugel darf er bestimmen – ein teuflischer Pakt.

Mit: Sigrun Fischer, Maxine Kazis, Susann Thiede; Rolf-Jürgen Gebert, Gunnar Golkowski, Thomas Harms, Markus Paul

Band: Dan Baron, Heiko Liebmann, Hans Petith, Dietrich Petzold, Lu Schulz, Sidney Werner

Karten für die nächsten Vorstellungen am 11.10.19 | 20.10.19 | 16.11.19 | 29.12.19 | 18.01.20 | 21.02.20 und 28.04.20 gibt es im Besucherservice sowie online über www.staatstheater-cottbus.de.

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