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Cottbus Mittwoch, 27 Februar 2019 von Redaktion

Kreativität leben: Töpfereien laden zum Ausprobieren ein

Kreativität leben: Töpfereien laden zum Ausprobieren ein

Der Ton, die Glasur, die Muster und das handwerkliche Geschick des Töpfers machen jedes Stück Keramik einzigartig. Die handwerkliche und gestalterische Vielfalt können Besucher an den Tagen der offenen Töpfereien erleben. Allein in Brandenburg laden 49 Werkstätten zum Schauen, Staunen und Ausprobieren ein. Mit dabei ist auch Töpferin Anett Lück aus Hohenleipisch.

Termin:
Tag der offenen Töpfereien
Samstag, 9. März und Sonntag, 10. März
jeweils 10 bis 18 Uhr

An diesem Wochenende im März bekommen Gäste einen tiefen Einblick in die kreative Welt des Töpferhandwerks. Selbst einmal ein Stück Ton auf der Töpferscheibe zu drehen, das Material zu formen oder vorgefertigte Stücke mit eigenen Motiven zu bemalen – all das ist in zahlreichen Werkstätten möglich. In Hohenleipisch öffnen die die Töpfer Andreas Biebach und Anett Lück ihre jeweiligen Schaffensräume. Früher gab es im Ort 22 Töpferstandorte – der gute Ton, ausreichend Holz für den Brennofen sowie die günstig gelegenen Handelswege in das nahe Sachsen mit seinen vielen Märkten sicherten das Auskommen.
Anett Lück startete 1990 mit ihrer eigenen Töpferei, nachdem sie 1981 ihre Ausbildung als Keramikerin absolviert hatte. 1994 schloss sie ihre Meisterausbildung ab. Im Laufe der Zeit hat sie sich auf Garten- und Gebrauchskeramik spezialisiert. „Jeder Töpfer hat seine ganz eigene Handschrift. Wir entwickeln uns immer weiter. Bis man das Handwerk perfekt beherrscht, vergehen Jahre. Ähnlich wie bei einem Pianisten, der auch nicht sofort exzellent spielen kann“, sagt Anett Lück über ihren Berufsstand.
„Am Wochenende der offenen Töpfereien können die Besucher neue Stücke und Glasuren entdecken. Gerade für Kinder haben wir Vorführungen und Mitmachaktionen vorbereitet. Nach dem Trocknen und Brennen, was etwa drei Wochen dauert, können die kleinen Tonkünstler ihre selbst gefertigten Werke abholen“, so die Töpfermeisterin aus Hohenleipisch. In einer Sonderausstellung erfahren die Besucher außerdem etwas über die Töpferwerkstätten und Handwerksbetriebe, die im Ort tätig waren.
 

Foto: Handwerkskammer Cottbus

pm/red

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