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Cottbus Freitag, 20 März 2015 von Redaktion

Cottbuser Künster Andy Raitz einer der Gewinner des Graffiti-Wettbewerbs „208plus60m Toleranz“

Cottbuser Künster Andy Raitz einer der Gewinner des Graffiti-Wettbewerbs „208plus60m Toleranz“

Gewinner des Graffiti-Wettbewerbs „208plus60m Toleranz“ ausgewählt

Jury vergibt Graffiti-Wände an zehn Einzelkünstler und Künstlergruppen/ Bürgeroffenes Veranstaltungswochenende vom 24. bis 26. April 2015 Skizze für eine Giebelfläche mit der sich Andy Raitz Graffiti Wettbewerb bewarbmit Graffiti-Workshop und musikalischem Begleitprogramm in Potsdam

Potsdam – Die Entscheidung ist gefallen: Die fünfköpfige Jury des Graffiti-Wettbewerbs „208plus60m Toleranz – Buntes Brandenburg“ hat die Wettbewerbsgewinner ermittelt. Als Sieger setzten sich Künstlergruppen (Crews) sowie Einzelkünstlerinnen und –künstler aus Potsdam, Berlin und weiteren Orten Brandenburgs durch. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden während des Veranstaltungswochenendes vom 24. bis 26. April 2015 auf zwei landeseigenen Liegenschaften ihre Visionen eines „Bunten Brandenburg“ mit eigenen Graffitiarbeiten künstlerisch umsetzen.

Der Schirmherr des Graffiti-Wettbewerbs, Finanzminister Christian Görke, sagte: „Ich freue mich sehr, dass nach dem ersten Graffiti-Openair am Bauzaun des neuen Landtages in Potsdam gerade jetzt eine Neuauflage gelungen ist. In einer Zeit, in der in der Gesellschaft große Unsicherheit im Umgang mit dem Fremden entstanden ist, bin ich über alle Maßen froh, dass junge Menschen ein Zeichen für ein tolerantes, buntes, weltoffenes Brandenburg setzen werden. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich das Entstehen der Bilder am letzten April-Wochenende anzuschauen und auf diese Weise das Anliegen der jungen Menschen zu unterstützen. Ein großer Dank gilt heute schon dem Stadtjugendring Potsdam e.V. für die Vorbereitung und Ausrichtung des Events.“

Gewonnen haben:

-          Andy Raitz aus Cottbus

-          Graffiti Carat aus Kleinmachnow

-          Graffonstuff aus Potsdam

-          JoeSpoa aus Frankfurt (Oder)/ Ludwigsfelde

-          Joshua (Queer Factory) aus Potsdam

-          Pie/ HighTech aus Potsdam

-          Streetclaim aus Berlin

-          Team Planlos aus Strausberg

-          USR aus Potsdam

-          Ein professioneller Graffiti-Künstler aus Potsdam als Leiter eines Workshops

Katja Altenburg, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings Potsdam e.V. begründete für die fünfköpfige Jury die Auswahl der Gewinner wie folgt: „Wir waren beeindruckt von der Bandbreite in der Darstellungsweise und dem hohen künstlerischen Niveau der eingereichten Entwürfe. Der Anspruch der Ausschreibung und des Mottos des Wettbewerbs auf die Vermittlung von Toleranz wurde in jedem Fall erfüllt. Die eingesandten Konzepte zeigen, dass sich alle Künstlerinnen und Künstler intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Die Wettbewerbsgewinner haben das Thema „Buntes Brandenburg“ auf überragende Weise künstlerisch umgesetzt und ihr großes Talent durch bereits realisierte Arbeitsproben unter Beweis gestellt. Wir freuen uns außerdem sehr, dass wir neben den fünf ausgeschriebenen Flächen eine zusätzliche Fläche sowie mobile Stellwände anbieten können, so dass nun insgesamt zehn Künstlerinnen und Künstler sowie Crews am Veranstaltungswochenende teilnehmen können. Wir danken dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen für die Bereitstellung der Flächen und die tatkräftige Unterstützung unserer Aktion.“

Hintergrund:

Bis zum Ende der Ausschreibungsfrist am 7. März 2015 waren insgesamt 13 Bewerbungen eingegangen. Veranstalter des Graffiti-Wettbewerbs sind das brandenburgische Finanzministerium (MdF), der Stadtjugendring Potsdam e.V., Wildwuchs Streetwork Potsdam sowie der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB).

Auf der landeseigenen Liegenschaft Heinrich-Mann-Allee 103 stehen den Künstlerinnen und Künstlern fünf Gebäudeflächen von insgesamt 60 Metern Länge sowie zusätzlich einige mobile Graffiti-Wände zur Verfügung. Die fünfköpfige Crew „Team Planlos“ wird auf einer Fläche von 3,90 Metern Höhe und 11 Metern Breite ein riesiges Wandbild mit Astronauten, die über einer Brandenburger Landschaft schweben, aufbringen. Oliver Bock und Steffen Schade von der Crew „joeSpoa“ werden ein Trafohäuschen ringsum mit einer Abbildung von Buntstiften, Spitzer und Radiergummi versehen. Der Entwurf des Cottbuser Künstlers Andy Raitz von einem Koch, der in einer Kreativfabrik ein Süppchen kocht, das Menschen bunt und glücklich macht, überzeugte die Jury ebenfalls. Die Berliner Crew „Streetclaim“ wird an der längsten Fläche von 2,50 Metern Höhe und 28 Metern Länge farbige Schriftzüge auf einer grau-weißen Wabenstruktur anbringen, die um zwei sich haltende Hände im Zentrum gruppiert sind. Eine zusätzliche Mauer, die der BLB auf Anfrage der Wettbewerbsveranstalter kurzfristig zur Verfügung stellte, befindet sich auf der Liegenschaft Heinrich-Mann-Allee 107. Dort wird die dreiköpfige Potsdamer Crew „Pie/ HighTech“ ebenfalls ein großflächiges Graffiti realisieren, das Pandabären in einem grünen Dschungel zeigt, die asiatische Kampfkunst ausüben. Darüber hinaus wurden vier Crews aus Potsdam und Kleinmachnow dazu eingeladen, ihre eingereichten Entwürfe auf mobilen Graffiti-Wänden während des Veranstaltungswochenendes auf der Liegenschaft Heinrich-Mann-Allee 103 umzusetzen.

Während des Veranstaltungswochenendes vom 24. bis 26. April 2015 stehen die Liegenschaften Heinrich-Mann-Allee 103 und 107 interessierten Besuchern offen, die die Entstehung der Werke aus nächster Nähe beobachten können. Vor Ort werden ein Graffiti-Workshop, musikalisches Begleitprogramm durch einen lokalen DJ und (entgeltliche) Verpflegungsmöglichkeiten angeboten.

Mitglieder der Jury:

- Katja Altenburg (Stadtjugendring Potsdam e.V.)

- Ingrid Mattern (MdF)

- Michael Grimmelt (BLB)

- Stephan Mertens (Wildwuchs Streetwork)

- Jakob Schroth (Jugendkulturschmiede)

Hof des humanistischen Jugendwerks in der Schillerstraße in Cottbus

Schillerstraße auf dem Hof des humanistischen Jugendwerks, dort gibt es eine Übungsfläche für Kids des Jugendclubs, die regelmäßig Workshops für Intressierte durchführen.

Fotos:  Andy Raitz
Quelle: Ministerium der Finanzen Land Brandenburg

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