Bei strömenden Regen trat der FCE gestern zur ersten Standortbestimmung an. Die Tests vorher gewannen sie zwar alle haushoch, aber nur gegen unterklassige Gegner. Hierbei ging es eher darum, die Mannschaft mit der Region zu erden, was durchaus gelang. Nun kam der tschechische Zweitligist in die Lausitz, was ein anderes Kaliber ist. Krämer wechselte im Laufe des Spiels fast komplett durch, bis auf Zeitz und Renno.
Das runderneuerte Team startete engagiert in die erste Halbzeit, die Gäste hatten allerdings die erste gute Chance. Nach 18 Minuten verwandelte ausgerechnet der tschechische Neuzugang Pospech zum 1:0 für Energie. Die Mannschaft drückte weiter und spielte gutes Pressing. Usti kam teils nicht aus der eigenen Hälfte und wenn sie doch mal in Ballbesitz waren, machte sich ein Energiespieler auf, ihnen diesen Ball wieder abzulaufen. Das nahm auch die etwa 500 Zuschauer mit, die immer wieder mit Szenenapplaus reagierten. Zwischendurch merkte man, dass noch nicht alle Bewegungsabläufe stimmten, was angesichts der Zusammensetzung ddes Teams noch kein Kritikpunkt ist. Kleindienst hatte in der 36. Minute nach Vorlage von Pospech das 2:0 auf dem Fuß, verpasste ihn aber knapp. Im Gegenzug brachte auch ein Standard die Gäste zum etwas glücklichen Ausgleich. Zeman verwandelte in der 38. Minute zum 1:1.
Die Gäste kamen geordneter aus der Pause, das Spiel verlagerte sich ins Mittelfeld, Tempo kam nicht auf. Erst Sven Michel brachte die Partie wieder in Fahrt, als er in der 60. Minute steil ging und im Strafraum gelegt wurde. Zeitz trat an und verwandelte zum 2:1. Nur fünf Minuten später wurde der eingewechselte Pawela durch Lemke in Szene gesetzt und dabei ebenfalls im 16er gelegt. Der Gefoulte trat selbst an und machte das 3:1. Der Pole empfahl sich auch in den kommenden Minuten weiter, mehrere gute Zuspiele und einen Lattenknaller standen auf der Habenseite. Das er erst zwei Tage in Cottbus ist, merkte man ihm nicht an. Cottbus hatte nun fast durchgewechselt und die jungen Wilden überzeugten durch ihr Engagement, Paul Maurer und Tobias Gerstmann stachen immer wieder hervor, aber auch die anderen lieferten eine gute Partie ab. In der 86. Minute ertönte nochmals der Pfiff des Schiris, dieses Mal wurde ein Tscheche im Energiestrafraum gelegt, Jursa verkürzte zum 3:2. Doch Energie steckte nicht auf, genannter Gerstmann spielte einen Konter gut zu Ende, umkurvte Zacharda und netzte zum 4:2 Endstand ein.
Eine Partie die Lust auf mehr macht, gute Kombinationen, Kurzpassspiel und Pressing.. wenn nun die Abstimmungen noch verfeinert werden, kann es mit der Wundertüte FCE in der neuen Saison was werden. Der nächste richtige Prüfstein wartet bereits am Dienstag um 19 Uhr gegen Union Berlin.
Trainer Stefan Krämer war „sehr zufrieden“ mit diesem Test. „Wir hatten viele Ballgewinne in der Zone, wo wir die Kugel haben wollten. Vor der Pause haben wir bis auf den Gegentreffer nach Standardsituation wenig zugelassen. Nach der Pause war erfreulich, dass trotz der vielen Wechsel kein Bruch im Spiel zu sehen war. Im Gegenteil. Die Jungen haben noch mal ordentlich Schwung gebracht“, resümierte der FCE-Coach.
FC Energie: Renno – Ledgerwood (Gerstmann), Möhrle (Kusic), Mimbala (Wolf), Szarka (Chato), Zeitz, Holz (Bache), Makarenko (Berger), Kleindienst (Pawela), Michel (Lemke), Pospech (Maurer).






















