Landkreis
Cottbus Mittwoch, 16 April 2008 von Helmut Fleischhauer

Deutsch-polnische Kooperation auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik erweitert

Kooperationspartner aus Züllichau besuchen die BTU Cottbus
Am Freitag, 18. April 2008, werden 25 polnische Studenten im Rahmen eines durch die Europäische Union geförderten Kooperationsprojektes die BTU Cottbus besuchen. Mit dem Projekt hat der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik seine Zusammenarbeit mit Polen erweitert. Die durch die Fachhochschule Züllichau (PWSZ w Sulechowie) initiierte Partnerschaft dient dem Studierendenaustausch zwischen beiden Ländern. Weitere Kooperationspartner in dem Projekt sind die Universität Grünberg und die Universität Kalmar aus Schweden.
Prof. Hans-Joachim Krautz, Leiter des Lehrstuhls Kraftwerkstechnik, unterstützt den Vorschlag seiner polnischen Kollegen: „Wir haben bereits vielfältige Kontakte nach Polen, aber bislang noch keinen Studentenaustausch. Als uns die polnische Seite dann einen entsprechenden Vorschlag gemacht hatte, konnten wir eigentlich nur zusagen.“ Dr. Robert Smoleński von der Universität Grünberg, der die Organisation übernommen hat, ist daher auch sehr optimistisch: „Die Kraftwerker aus Cottbus haben bereits ein Projekt zur Nutzung von Bioenergie mit polnischen Partnern in der Wojewodschaft Lubuskie durchgeführt. Durch diese Aktivitäten sind wir auch auf den Lehrstuhl aufmerksam geworden. Das Themengebiet von Professor Krautz eignet sich hervorragend für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren Universitäten.“
Nach dem ersten Besuch einer deutschen Delegation mit 12 Cottbuser Studierenden der BTU an der Fachhochschule Züllichau und im Heizkraftwerk Grünberg im März dieses Jahres werden am Freitag die polnischen Studierenden zum Gegenbesuch an der Cottbuser Universität erwartet. Neben der Besichtigung von Einrichtungen und Laboren der Energietechnik stehen Besuche der Laboreinrichtungen im Kraftwerk Jänschwalde und eine Führung im Heizkraftwerk Cottbus auf dem Programm.
Weitere Informationen
Ziel der Zusammenarbeit ist die Förderung des studentischen Austausches zwischen den Ländern, aber auch die praxisbezogene Vermittlung energietechnischer Entwicklungen und Standards an den wissenschaftlichen Nachwuchs. So wurde im März das modernisierte Heizkraftwerk in Grünberg besichtigt. Der neue Gas- und Dampfkraftwerk-Block mit einer Leistung von 190 MWel wird mit einem niederkalorischen Erdgas aus der Region versorgt. Der Abhitzekessel wird im Zweidruckbetrieb gefahren und erreicht einen Druck von 72 bar. Das Heizkraftwerk gehört mit dieser neuen Technik zu den umweltfreundlichsten der Spree-Neiße-Bober-Region.
Projekthomepage: www.projekt-nebra.de
Quelle: BTU Cottbus

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