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Brandenburg Mittwoch, 31 März 2021 von Redaktion

Zecken wieder aktiv: Schon 125 Borreliose-Infektionen in Berlin und Brandenburg

Zecken wieder aktiv: Schon 125 Borreliose-Infektionen in Berlin und Brandenburg

Seit Beginn des Jahres hat das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 125 Borreliose-Infektionen in Berlin und Brandenburg registriert. Die Borreliose-Bakterien werden von Zecken übertragen, die schon bei wenigen Graden über dem Gefrierpunkt aktiv werden und nach einem Wirt suchen. Die BARMER rät daher zur Achtsamkeit bei Aktivitäten im Freien. „Wer sich draußen auf Ostereiersuche begibt oder die ersten Sonnentage für Gartenarbeit, einen Waldspaziergang oder Picknick im Park nutzt, sollte sich und gegebenenfalls die Kinder anschließend auf Zecken absuchen“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der BARMER Berlin/Brandenburg.

Hautrötung kann erstes Anzeichen für Infektion sein

Können sich Borreliose-Bakterien ungehindert im Körper ausbreiten, drohen schwerwiegende Schäden wie Hirnhautentzündung, Gelenkentzündungen oder Herzprobleme. Die Erkrankungen treten häufig erst Monate später auf. Betroffene bringen die Symptome dann oft nicht mehr mit einem Zeckenstich in Verbindung. Deshalb sollte besonders auf runde Hautrötungen geachtet werden, die als erstes Anzeichen für eine Infektion einige Tage oder Wochen später um den Zeckenstich herum auftreten. In diesem Fall sollte der Hausarzt oder die Hausärztin aufgesucht werden.

FSME-Impfung bei Reisen in Risikogebiete empfohlen

Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden, es gibt aber keinen Impfstoff gegen sie. Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls von Zecken übertragen wird, verhält es sich genau umgekehrt. Anders als bei Borreliose tragen nur Zecken in bestimmten Regionen FSME-Viren in sich. Berlin und Brandenburg gehören nicht zu diesen Gebieten. Im vergangenen Jahr registrierte das RKI hier nur sieben FSME-Fälle aber über 2.500 Borreliose-Fälle. Eine FSME-Impfung wird Urlaubern empfohlen, die in Regionen reisen, die das RKI als Risikogebiet eingestuft hat. Hierzu gehören zum Beispiel Bayern und Baden-Württemberg aber auch Landkreise in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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