Brandenburg Samstag, 22 August 2020 von Redaktion/Presseinfo

Getreideernte 2020 in Brandenburg: gestiegene Hektarerträge, weniger Anbaufläche

Getreideernte 2020 in Brandenburg: gestiegene Hektarerträge, weniger Anbaufläche

Basierend auf der zweiten Ernteschätzung im Juli 2020 rechnen Brandenburgs Landwirte mit einer Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 2,3 Millionen Tonnen. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr nur einem leichten Rückgang um 5 Prozent, liegt aber 11 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt (2014 bis
2019)

Weiter teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg dazu mit:

Obwohl der diesjährige Hektarertrag mit fast 49 Dezitonnen Getreide pro Hektar (dt/ha) um gut 3 Prozent über dem vom Vorjahr liegt, wird aufgrund der um 8 Prozent auf 478.300 Hektar verringerten Anbaufläche weniger geerntet. Trockenheit sowie Frostschäden im April und Mai wirkten sich negativ auf die Erträge des Wintergetreides aus.
Beim Roggen, der mit 172.800 Hektar den Getreideanbau bestimmt, wird mit einem Ertrag von 40 dt/ha gerechnet. 2019 waren es rund 39 dt/ha. Gleichzeitig liegt der diesjährige Hektarertrag 6 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt.

Ernte von Wintergetreide

Winterweizen ist auf einer Fläche von 151.400 Hektar zu ernten. Hier beläuft sich der Hektarertrag auf 58 dt/ha, während 2019 weniger als 56 dt/ha gedroschen wurden. Auch für Wintergerste errechnet sich mit 56 dt/ha ein höherer Ertrag als im Vorjahr. Er fällt jedoch im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt um 6 Prozent geringer aus.
Für Triticale, eine Kreuzung aus Winterweizen und Roggen, wird derzeit ein Ertrag von 42 dt/ha prognostiziert. Der Ertrag bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Gegensatz zu den Wintergetreidearten hat sich die Fläche für Hafer um 16 Prozent auf 17.600 Hektar erhöht. Hier erwarten die Brandenburger Landwirte einen Ertrag von 26 dt/ha. Damit liegt die Ertragserwartung um fast 19 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Winterraps wird auf 77.600 Hektar gedroschen. Das sind 11 600 Hektar mehr als 2019. Derzeit wird von einem Ertrag von fast 30 dt/ha ausgegangen, im Jahr zuvor waren es 25 dt/ha. Voraussichtlich werden in diesem Jahr 229.900 Tonnen Winterraps geerntet, während es 2019 nur 163.200 Tonnen waren.
Aufgrund der unterschiedlichen Böden und der ungleich verteilten Niederschläge fallen die Erträge regional sehr unterschiedlich aus.

Presseinfo/ Red.

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