Brandenburg Donnerstag, 30 Juli 2020 von Redaktion/Presseinfo

Brandenburgs Einzelhandel, Gastgewerbe und Außenhandel unter Pandemieeinfluss

Brandenburgs Einzelhandel, Gastgewerbe und Außenhandel unter Pandemieeinfluss

Der Umsatz im Einzelhandel Brandenburgs (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) übertraf das Vorjahresergebnis im Mai 2020 um nominal 6,5 Prozent. Real, also
preisbereinigt, lag der Umsatz um 5,1 Prozent darüber, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nach vorläufigen Berechnungen mit.

Weiter teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg dazu mit:

Das Ergebnis ist geprägt vom Lebensmitteleinzelhandel, der nominal 11,7 Prozent sowie real 8,3 Prozent mehr umsetzte. Die übrigen Branchen holten nach den letzten Monaten etwas auf und übertrafen insgesamt sogar das Vorjahresergebnis um nominal 1,9 Prozent und real 2,4 Prozent. Die Beschäftigtenzahlen stiegen insgesamt um 1,2 Prozent.

Das von den Auswirkungen der Pandemie weiterhin stark betroffene Gastge-werbe setzte nominal 61,7 Prozent und real 62,1 Prozent weniger um als im Vor-
jahresmonat. Die Hoteliers beklagten Umsatzverluste von nominal 72,5 und real 72,6 Prozent. Die Gastwirte mussten Verluste von nominal 53,5 Prozent bzw. real 54,2 Prozent hinnehmen. Insgesamt reduzierten die gastgewerblichen Unternehmen ihre Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich um 20,6 Prozent.

Im Mai 2020 gingen die Ausfuhren Brandenburgs aufgrund der Pandemie weiterhin stark, um 34,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, zurück. Die
Einfuhren sanken um 23,6 Prozent. Im gesamten Zeitraum Januar bis Mai 2020 ließen die Ausfuhren um 11,3 Prozent und die Einfuhren um 14,5 Prozent zum
Vorjahreszeitraum nach.

EU-Ausland-Handel

Der Handel mit dem EU-Ausland zeigte im Mai 2020 keine Erholung. Starke Rückgänge waren bei den Exporten (–45,8 Prozent) und Importen (–27,2 Prozent) zu verzeichnen. Zum Beispiel waren die Ausfuhren mit dem wichtigsten Ausfuhrland Polen im Mai um 46,2 Prozent zurückgegangen. Die Exporte mit dem zweitwichtigsten Ausfuhrland Vereinigte Staaten, das von der Pandemie stark betroffen ist, waren im Mai 2020 um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken.

Presseinfo/ Red.

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