Im Jahr 2016 wurden in Brandenburg 522 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen gezählt, das waren 21,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die voraussichtlichen Forderungen sanken deutlich auf 219,1 Mill. EUR.
Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das ist der niedrigste Schuldenstand seit über 20 Jahren. 404 Fälle der beantragten Unternehmensinsolvenzen wurden eröffnet. Bei 118 Verfahren kam es zur Abweisung mangels Masse, da das Vermögen der Schuldner nicht zur Deckung der Verfahrenskosten reichte.
Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet wurden die meisten Unternehmenszusammenbrüche im Baugewerbe gezählt. Hier wurden 104 Insolvenzverfahren mit Gläubigerforderungen in Höhe von 19,7 Mill. EUR registriert, gefolgt vom Sektor „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraft fahrzeugen“. Hier wurden 83 Verfahren mit offenen Rechnungen in Höhe von 35,6 Mill. EUR bei den vier Insolvenzgerichten des Landes Brandenburg beantragt.
246 insolvente Unternehmen führten die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das entspricht einem Anteil von 47,1 Prozent. Als Einzelunternehmen waren 232 verschuldete Firmen tätig. Insgesamt 322 der insolventen Firmen konnten sich keine acht Jahre am Markt halten. Darunter befanden sich auch 142 Firmen, deren Gründung nicht länger als drei Jahre her war.
Im Jahr 2016 wurden die meisten Insolvenzen mit 48 Anträgen und Forderungen in Höhe von 27 Mill. EUR im Landkreis Märkisch-Oderland gezählt. Es folgte der Kreis Oberhavel mit 47 Verfahren und unbezahlten Rechnungen in Höhe von 36,4 Mill. EUR. Im Landkreis Barnim standen 46 Firmen mit Schulden in Höhe von 15,3 Mill. EUR vor dem Aus.
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pm/red
Foto: Symbolbild: Thorben Wengert / www.pixelio.de




