Als ein falsches Signal an die Photovoltaikbranche haben Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und seine Amtskollegen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen kritisiert, die Solarförderung noch stärker kürzen zu wollen als bislang vorgesehen. Mit großer Sorge hätten er und seine Amtskollegen die Röttgen-Pläne zur Kenntnis genommen, sagte Christoffers heute nach einem Gespräch mit Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok, dem sachsen anhaltinischen Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff und Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig.
Die vier Wirtschaftsminister verständigten sich darauf, kurzfristig in Berlin mit dem Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) zusammenzutreffen, um sich über mögliche Auswirkungen auf die Branche zu informieren und gemeinsam über weitere Schritte zu beraten.
„Die Solarbranche ist noch nicht so weit, um diese deutlichen Einschnitte in der Förderung verkraften zu können“, sagte Christoffers. Die Minister der vier ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind sich einig, dass sowohl der Zeitpunkt als auch die Höhe der geplanten Absenkung nicht akzeptabel seien.
„Die Solarbranche ist eine der innovativsten und wachstumsstärksten Branchen. Wir wissen um die Höhe der Subventionen, die bereits in die Solarindustrie geflossen sind. Doch diese junge Branche braucht die Unterstützung, um sich weiter dynamisch entwickeln zu können. Und sie braucht Planungssicherheit. Ein zu schnelles Absenken der Förderung gefährdet die Branche und bringt Arbeitsplätze in Gefahr“, unterstrich Christoffers.
Zum Jahresanfang 2010 trat bereits eine Kürzung der Förderung um neun Prozent für neue Solaranlagen in Kraft. Nun will Bundesminister Röttgen das Erneuerbare-Energien-Gesetz so ändern, dass die Förderung für Solarenergie ab April um weitere 15 Prozent gekürzt wird.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft
Foto © Georg Slickers (wikipedia.org)
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