Mit einem offenen Brief wandten sich die vier Braunkohle-Bundesländer Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt an Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). Die EU hat neue Grenzwerte für Quecksilber und Stickoxid beschlossen, die deutsche Braunkohlekraftwerke betreffen können, in Brandenburg das Kraftwerk Jänschwalde.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat den Brief im Namen aller vier Bundesländer verschickt. In ihm heißt es „Angesichts der sozialen und wirtschaftspolitischen Auswirkungen der rechtswidrig zu Stande gekommenen EU-Vorgaben halten wir es für unverantwortlich, uns auf Spielräume bei der nationalen Umsetzung zu verlassen.“ Tillich argumentiert, dass die Quecksilbergrenzwerte fachlich unkorrekt hergeleitet seien und der Grenzwert für Stickoxid für bestehende Braunkohlekraftwerke unverhältnismäßig sei.
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