Dritte Verhandlungsrunde am 14. Oktober 2015 in Senftenberg
ver.di fordert vom Landrat des Landkreises OSL und vom Aufsichtsrat Unterstützung für eine angemessene Tariferhöhung
Die Tarifverhandlungen zwischen der Klinikum Niederlausitz GmbH und der Gewerkschaft ver.di werden am 14. Oktober in der 3. Verhandlungsrunde in Senftenberg für die rund 1.100 Beschäftigten des Klinikums fortgesetzt.
Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem eine 6%ige Entgelterhöhung, eine Verdoppelung des Weihnachtsgeldes (Jahressonderzahlung), die Erhöhung der Nachtzuschläge von 17% auf 20% und eine Regelung zur Altersteilzeit. Die letzte Tariferhöhung erfolgte zum 1. Juli 2014 mit 2% Entgelterhöhung. Die Arbeitgeberseite hat noch kein Angebot vorgelegt.
In einem Brief an den Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, und an den Aufsichtsratsvorsitzenden Wilfried Brödno fordert die Gewerkschaft ver.di Unterstützung für eine angemessene Tariferhöhung. Die Klinik ist zu 100% im Eigentum des Landkreises.
Im Jahr 2007 hatten die Beschäftigten wegen der damals schwierigen wirtschaftlichen Lage des Klinikums auf 2 Stunden Arbeitszeit pro Woche und somit auf 5% Entgelt und auf 50% der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) verzichtet. Diese Regelungen wurden bislang nicht rückgängig gemacht. Derzeit erhält eine Krankenschwester auf einer „Normalstation“ rund 10% weniger Entgelt im Jahr als eine Krankenschwester im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus bei gleicher Arbeitszeit (38 Stunden pro Woche).
Die ver.di-Tarifkommission orientiert sich mit der Tarifforderung auch an den Tarifabschlüssen für die Krankenhäuser in der Region, die im Jahr 2015 schon wirksam wurden:
- Klinikum Dahme-Spreewald GmbH (Lübben und Königs Wusterhausen) : 2% ab März 2015, 1% ab September 2015 und 2,5% ab März 2016.
- Carl-Thiem-Klinikum Cottbus GmbH: 2,9% ab Juni 2015. Zusätzlich zahlt das Carl-Thiem-Klinikum ab Juli 2015 allen Beschäftigten eine übertarifliche Zulage in Höhe von 2% des Tabellenentgeltes.
- Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH (Lübben und Teupitz): 2,1% ab Juli 2015 und 2,3% ab Juli 2016 und 640 EUR Einmalzahlung sowie Erhöhung der Nachtzuschläge auf 20% des Stundenentgeltes.
- Lausitzer Seenlandklinikum in Hoyerswerda: 3% ab 1. Juli 2015.
Foto: Wiki CC 3.0 Z thomas
Quelle: ver.di-Bezirk Cottbus




