Im beginnenden Wahlkampf sind bereits wieder die ersten Plakate zu sehen, auf denen gegen Minderheiten, in diesem Fall Sinti und Roma, Stimmung gemacht wird. Wir erklären uns mit Sinti und Roma als gleichrangigen Mitgliedern unserer Gesellschaft solidarisch und weisen jede Form der Minderheitendiskriminierung zurück. Gerade vor dem Hintergrund des Völkermordes an Sinti und Roma ist es infam, sie derart auszugrenzen und offenbar vermeintlich „deutschen“ gesellschaftlichen Interessen gegenüber zu stellen.
Das heutige Land Brandenburg ist durch seine lange multikulturelle Geschichte geprägt: Die deutschen Einwanderer in die slawisch besiedelten Gebiete gehören genauso dazu wie Sinti, Roma, Sorben/Wenden und Menschen mit anderem kulturellen und sprachlichen Hintergrund. Das gesellschaftliche Miteinander von Mehr- und Minderheiten, die von unseren Vorfahren geerbte und von uns täglich neu zu schaffende kulturelle Vielfalt unseres Landes sind ein in dieser Form einmaliges Gut.
Wir fordern alle Brandenburgerinnen und Brandenburger und auch politische Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger auf, sich solchen Diskriminierungen entgegen zu stellen und sich öffentlich entsprechend zu positionieren. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme nicht an Parteien zu geben, die einen solchen ausgrenzenden Wahlkampf führen.




