Der FC Energie Cottbus trauert um seinen früheren Trainer Heiko Weber. Der langjährige Fußballer und Coach ist am 26. Oktober nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren in Jena verstorben. Weber betreute in Cottbus die zweite Mannschaft des FCE und übernahm 2007 für kurze Zeit auch die Profimannschaft in der Bundesliga. Der Verein würdigt ihn als „ehrlichen, aufrichtigen und lieben Menschen“, der viel zu früh gegangen sei.
Weber übernahm Energie kurzzeitig in der Bundesliga
Heiko Weber kam zur Saison 2007/08 zum FC Energie Cottbus und übernahm die zweite Mannschaft des Vereins. Mit der Regionalliga-Mannschaft kämpfte er um die Qualifikation für die damals neu geschaffene 3. Liga.
Als der FC Energie im September 2007 Cheftrainer Petrik Sander beurlaubte, übernahm Weber vorübergehend auch die Profimannschaft und leitete das Training des Bundesligisten. In seine kurze Zeit als Interimstrainer fiel ausgerechnet das Auswärtsspiel beim FC Bayern München.
Zur Halbzeit hielt Energie beim Rekordmeister noch ein 0:0, am Ende gewann München mit 5:0. Anschließend übernahm Bojan Prašnikar die Profimannschaft und Weber kehrte zur zweiten Mannschaft zurück.
Im April 2008 bat Weber schließlich um seine Freistellung, nachdem der FC Erzgebirge Aue ihn für den Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga verpflichten wollte.
Große Erfolge mit Carl Zeiss Jena
Eng verbunden war Heiko Webers Karriere vor allem mit dem FC Carl Zeiss Jena. Der 1965 in Thale geborene Weber wechselte 1988 nach Jena und spielte dort viele Jahre.
Eine besondere Rolle spielte er am letzten Spieltag der DDR-Oberliga 1990/91 – ausgerechnet in Cottbus. Beim 2:0 der Jenaer gegen Energie erzielte Weber kurz vor Schluss den zweiten Treffer und damit nach Angaben des FC Energie zugleich das letzte Tor in der Geschichte der DDR-Oberliga. Durch den Sieg qualifizierte sich Jena für die 2. Bundesliga. Dort absolvierte Weber später 148 Spiele für den FC Carl Zeiss und erzielte 36 Tore.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte er ins Trainergeschäft. Mit Jena gelang ihm 2005 zunächst der Aufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga und nur ein Jahr später der Durchmarsch in die 2. Bundesliga.
VollzeitTeamleiter Planung/Bau/GIS (m/w/d)Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH · CottbusZur Stelle →Alle 282 Stellen in Südbrandenburg →Auch in Meuselwitz lange an der Seitenlinie
Weitere Trainerstationen führten Weber unter anderem zum FC Erzgebirge Aue, zum SSV Markranstädt und zum ZFC Meuselwitz. Besonders in Meuselwitz prägte er über mehrere Spielzeiten die Regionalliga-Mannschaft und etablierte den Verein nach Einschätzung des FC Energie mit begrenzten Möglichkeiten in der vierten Liga.
Später arbeitete Weber erneut für Carl Zeiss Jena, unter anderem im Nachwuchsbereich und bei der zweiten Mannschaft. Auch beim ZFC Meuselwitz stand er anschließend noch einmal an der Seitenlinie.
Am 26. Oktober 2026 verstarb Heiko Weber nach schwerer Krankheit in Jena. Der FC Energie Cottbus erklärte in seinem Nachruf: „Unser Mitgefühl gehört seiner Familie, seinen Verwandten, Freunden und Wegbegleitern.“
Der Verein erinnert an Weber als einen Menschen, der sowohl sportlich als auch persönlich Spuren hinterlassen habe. „Wir behalten Heiko als einen ehrlichen, aufrichtigen und lieben Menschen in Erinnerung, der viel zu früh gehen musste“, heißt es vom FCE.
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