In Spree-Neiße, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz sind von Januar bis August 2026 deutlich mehr Wohnungen genehmigt worden als ein Jahr zuvor. Cottbus kommt dagegen nur auf 46 Wohnungen, weniger als die Hälfte des Vorjahres. Das zeigen die Baugenehmigungen, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ausgewertet hat.
Im gesamten Land Brandenburg umfassen die Baugenehmigungen der ersten acht Monate des Jahres 5.345 Wohnungen, 2,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon entfallen 4.346 Wohnungen auf neu zu errichtende Gebäude, das sind 4,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die übrigen Wohnungen entstehen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Die Zahlen stammen aus dem Statistischen Bericht zu den Baugenehmigungen im Land Brandenburg für August 2026, die Vergleichswerte für 2025 aus dem entsprechenden Bericht für August 2025.
Spree-Neiße mit dem stärksten Zuwachs im Süden
Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald kommen zusammen auf 817 genehmigte Wohnungen, nach 680 im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von gut 20 Prozent und einem Anteil von rund 15 Prozent an allen Genehmigungen im Land.
Den höchsten Zuwachs verzeichnet Spree-Neiße. Dort wurden 167 Wohnungen genehmigt, nach 91 im Vorjahr (plus 83,5 Prozent). 108 davon entfallen auf neue Wohngebäude, ein Jahr zuvor waren es 67. Allein im August kamen im Landkreis 63 Wohnungen hinzu. In Elbe-Elster stieg die Zahl von 60 auf 102 Wohnungen (plus 70,0 Prozent), in Oberspreewald-Lausitz von 56 auf 86 (plus 53,6 Prozent). Weil die Ausgangszahlen in beiden Kreisen klein sind, fallen die prozentualen Veränderungen entsprechend groß aus.
Die meisten Wohnungen in der Region wurden in Dahme-Spreewald genehmigt, 416 nach 373 im Vorjahr (plus 11,5 Prozent). Damit liegt der Landkreis unter den 18 Kreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs auf Platz fünf. Vorn liegen Barnim mit 896, Potsdam-Mittelmark mit 741 und Teltow-Fläming mit 631 Wohnungen. In Oder-Spree blieb die Zahl mit 309 Wohnungen nahezu unverändert (2025: 313).
Cottbus genehmigt weniger als halb so viele Wohnungen
Die Baugenehmigungen in Cottbus umfassen von Januar bis August 46 Wohnungen, nach 100 im Vorjahreszeitraum. Das ist ein Rückgang um 54,0 Prozent und der zweitniedrigste Wert im Land, nur Frankfurt (Oder) liegt mit 12 Wohnungen darunter. Genehmigt wurden in der Stadt 26 neue Wohngebäude mit 51 Wohnungen, ein Jahr zuvor waren es 34 Gebäude mit 100 Wohnungen. 23 der 26 neuen Wohngebäude sind Häuser mit einer oder zwei Wohnungen. Bei den Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden weist der Bericht für Cottbus ein Minus von fünf Wohnungen aus.
Bei den Nichtwohngebäuden liegt Cottbus etwa auf Vorjahresniveau. Genehmigt wurden zwölf neue Gebäude mit zusammen rund 20.300 Quadratmetern Nutzfläche, im Vorjahreszeitraum waren es elf. Die veranschlagten Kosten aller genehmigten Bauvorhaben in der Stadt summieren sich auf 56,5 Millionen Euro, nach 81,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Wie weit die seit 2015 geplanten Cottbuser Wohngebiete sind, hat NIEDERLAUSITZ aktuell in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.
Mehr Einfamilienhäuser, weniger Wohnungen im Land
Landesweit zeigen die Baugenehmigungen eine gegenläufige Entwicklung. Die Zahl der genehmigten neuen Wohngebäude stieg um 11,9 Prozent auf 2.351, darunter 2.162 Häuser mit einer oder zwei Wohnungen (plus 14,1 Prozent). Die Zahl der Wohnungen in neuen Wohngebäuden sank dagegen um 4,3 Prozent auf 4.323. Es wurden also mehr Wohngebäude genehmigt, die im Schnitt weniger Wohnungen haben.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Leitung (m/w/d) der UniversitätsbibliothekMedizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 418 Stellen in Südbrandenburg →In der Lausitz ist der Trend zu Ein- und Zweifamilienhäusern ebenfalls zu sehen. In Dahme-Spreewald stieg ihre Zahl von 221 auf 287, in Spree-Neiße von 65 auf 77, in Elbe-Elster von 29 auf 41 und in Oberspreewald-Lausitz von 29 auf 33. In Oder-Spree wurden 142 solcher Häuser genehmigt (2025: 127).
Veranschlagte Kosten steigen in Spree-Neiße deutlich
Die in den Baugenehmigungen veranschlagten Kosten aller Bauvorhaben im Land summieren sich auf rund 2,6 Milliarden Euro, ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum mit rund 3,8 Milliarden Euro. In Oberspreewald-Lausitz sind es 124,1 Millionen Euro, nachdem der Bericht für die ersten acht Monate 2025 dort noch gut eine Milliarde Euro ausgewiesen hatte. Gestiegen sind die veranschlagten Kosten dagegen in Spree-Neiße auf 99,2 Millionen Euro (2025: 42,9 Millionen), in Dahme-Spreewald auf 251,6 Millionen Euro (199,8 Millionen) und in Elbe-Elster auf 54,4 Millionen Euro (30,1 Millionen). In Oder-Spree gingen sie auf 102,5 Millionen Euro zurück (154,4 Millionen).
Bei neuen Nichtwohngebäuden fällt Dahme-Spreewald auf. Dort wurden 47 Gebäude genehmigt, nach 26 im Vorjahr. In Spree-Neiße waren es 25 (27), in Oder-Spree 23 (33), in Oberspreewald-Lausitz 18 (24) und in Elbe-Elster 17 (20). Landesweit blieb die Zahl mit 422 nahezu gleich. Wie sich die Preise auf dem Bau entwickeln, zeigt unser Beitrag zu den Baupreisen in Brandenburg. Alle Tabellen stehen im Bericht F II 1 m 08/26 als PDF zur Verfügung.
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