Das 36. FilmFestival Cottbus blickt im November auf Lettland und Montenegro. 14 lettische Filme und ein eigenes Programm aus Montenegro zeigen aktuelles Kino zwischen Geschichte und Gegenwart. Das Festival läuft vom 3. bis 8. November.
FilmFestival Cottbus setzt Reise durchs Baltikum fort
Nach Estland im vergangenen Jahr widmet das FilmFestival Cottbus seinen Länderschwerpunkt „Close-Up“ nun Lettland. Die Auswahl reicht vom großen Publikumskino über Krimis und Animationsfilme bis zum Autorenkino. In vielen Filmen wirkt die Geschichte bis ins Heute nach. Lettland grenzt an Russland und Belarus, die sowjetische Vergangenheit ist Teil der gesellschaftlichen Erinnerung, und Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt Fragen nach Unabhängigkeit und Zugehörigkeit neue Aktualität, so die Festivalmacher.
Zwei Filme erzählen von prägenden Frauen des lettischen Basketballs. In „Escape Net“ kämpft Dzidra Uztupe im Riga der Sowjetzeit um ihre Karriere, während der KGB sie beobachtet, weil ihr Bruder im Exil lebt. „Ulya“ zeichnet den Weg von Uljana Semjonova aus einer abgeschiedenen altgläubigen Gemeinde in den Spitzensport nach.
Oscar-Gewinner Flow und lettische Krimis
„Red Code Blue“ spielt im Riga der 1990er-Jahre, wo ein junger Polizist auf alte Hierarchien und organisiertes Schweigen stößt. „The Bog“ macht aus einem jahrzehntealten Mordfall einen düsteren Dorfthriller. Zu sehen ist auch „Flow“ von Gints Zilbalodis. Der dialogfreie Animationsfilm über eine Katze in einer überfluteten Welt hat 2025 den Oscar als bester Animationsfilm gewonnen. Dazu kommen „Cat on My Mind“ von Laila Pakalniņa, „Flesh, Blood, Even a Heart“, ein Kurzfilmprogramm und ein Podiumsgespräch über das lettische Kino.
Neue Stimmen aus Montenegro beim FilmFestival Cottbus
Die zweite Reihe führt an die Adria. „View from the Black Mountain“ stellt ein Filmland vor, das sich seit der Unabhängigkeit Montenegros vor 20 Jahren zunehmend professionalisiert hat. Gezeigt werden drei Langfilme und fünf Kurzfilme. In „To Hold a Mountain“ kämpfen eine Mutter und ihre Tochter darum, ihre Heimat in den Bergen vor einem militärischen Übungsgelände zu bewahren. In „Supermarket“ richtet sich ein obdachloser Mann unbemerkt in einem riesigen Supermarkt ein.
Mit „Black Trumpet“ ist Montenegro außerdem im Wettbewerb Spielfilm vertreten. Darin kehrt ein Schriftsteller in sein Heimatdorf zurück und wird als großer Sohn gefeiert, kurz nachdem er am Ortseingang einen Mann überfahren hat. Das vollständige Programm des FilmFestival Cottbus wird am 15. Oktober veröffentlicht. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Festivals.
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Red. / Presseinformation
















