Dachdecker in Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße bekommen seit dem 1. Oktober mehr Geld. Die Tariflöhne im Dachdeckerhandwerk steigen um 3,4 Prozent, ein Geselle hat damit rund 130 Euro mehr im Monat, teilte die IG BAU Südbrandenburg mit.
Lohnplus für Dachdecker in Cottbus und Spree-Neiße
Nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gibt es in Cottbus elf Dachdeckerbetriebe mit rund 80 Beschäftigten. Im Landkreis Spree-Neiße sind es 33 Betriebe mit rund 190 Beschäftigten. Zusammen arbeiten damit in beiden Gebieten rund 270 Menschen in 44 Betrieben des Dachdeckerhandwerks.
Die Erhöhung um 3,4 Prozent gilt für die tariflichen Löhne. Für einen Gesellen rechnet die Gewerkschaft mit einem Plus von rund 130 Euro zum Monatsende. Das gilt für die Dachdecker in Cottbus ebenso wie für ihre Kollegen im Kreis Spree-Neiße.
Gewerkschaft beschreibt Arbeit bei Wind und Wetter
„Dachdecker machen einen Wind-und-Wetter-Job. Sie stehen bei Sonne und Kälte, bei Wind und Regen auf dem Dach“, sagt Regina Grüneberg, die derzeitige Bezirksvorsitzende der IG BAU Südbrandenburg. „Und es sind Allrounder: Sie decken Dächer neu ein, reparieren nach Stürmen und dichten Flachdächer ab.“
Zugleich seien Dachdecker auch Energiespar-Handwerker, so Grüneberg: Sie machen Dachdämmungen und installieren Solaranlagen.
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Dritte Stufe des bundesweiten Tarifabschlusses greift
Für die Dachdecker in Cottbus und Spree-Neiße ist es die dritte Erhöhung aus einem bundesweiten Tarifabschluss. Darauf hatten sich die IG BAU und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) im November 2024 in Wiesbaden geeinigt. Laut Mitteilung des ZVDH stiegen die Löhne und Gehälter zum 1. Dezember 2024 zunächst um 3,8 Prozent und zum 1. Oktober 2025 um 2,7 Prozent. Zum 1. Oktober 2026 folgt nun das Plus von 3,4 Prozent. Der Abschluss gilt für Arbeiter und Angestellte.
Auch für Auszubildende gibt es mehr Geld. Nach den Angaben des ZVDH steigen die Ausbildungsvergütungen zum 1. Oktober 2026 auf 1.050 Euro im ersten, 1.200 Euro im zweiten und 1.460 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Zum 1. Oktober 2025 hatten sie bei 1.000, 1.150 und 1.400 Euro gelegen.
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Red. / Presseinformation























