Die Bodenrichtwerte in Oberspreewald-Lausitz sind seit 2016 um ein Drittel gestiegen, nach Abzug der Inflation bleibt aber kaum ein Plus. Seit 2022 sind sie real sogar gefallen. Das zeigt eine Auswertung amtlicher Daten durch das Unternehmen Grundradar.
Bodenrichtwerte in Oberspreewald-Lausitz real kaum gestiegen
Grundradar hat die Wohn-Bodenrichtwerte von 111 vergleichbaren Zonen im Landkreis ausgewertet. Zwischen Anfang 2016 und Anfang 2026 stiegen sie im Median um 33,3 Prozent. Weil die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 31,2 Prozent zulegten, bleibt nach Abzug der Inflation ein Zuwachs von 1,6 Prozent. Der mittlere Bodenrichtwert der ausgewerteten Zonen lag 2016 bei 25 Euro und 2026 bei 35 Euro je Quadratmeter.
Seit 2022 hat sich die Entwicklung umgekehrt. Nominal stiegen die Werte bis 2026 nur noch um sechs Prozent, die Inflation lag bei 16,7 Prozent. Real ergibt das ein Minus von 9,2 Prozent. Ihren realen Höchststand erreichten die Bodenrichtwerte in Oberspreewald-Lausitz laut Auswertung 2022.
Lübbenau und Großräschen legen zu, Calau und Ruhland fallen
Zwischen den Gemeinden liegen die Werte weit auseinander. Nach Abzug der Inflation stiegen die Bodenrichtwerte seit 2016 so:
- Neu-Seeland: +71,5 Prozent (nur eine Zone)
- Hohenbocka: +22,0 Prozent (nur eine Zone)
- Lübbenau: +20,3 Prozent
- Neupetershain: +16,9 Prozent
- Großräschen: +16,7 Prozent
- Ortrand: +15,9 Prozent
- Schwarzheide: +5,7 Prozent
- Altdöbern: +4,8 Prozent
- Schipkau: +3,9 Prozent
- Senftenberg: +2,7 Prozent
- Lauchhammer: −5,8 Prozent
- Vetschau: −6,0 Prozent
- Ruhland: −15,3 Prozent
- Calau: −16,2 Prozent
Nominal, also ohne Inflation, reicht die Spanne von plus 10 Prozent in Calau bis plus 58 Prozent in Lübbenau. Senftenberg liegt mit 24 ausgewerteten Zonen bei plus 35 Prozent. Für elf Gemeinden gibt es keine vergleichbaren Zonen, darunter Kroppen, Tettau und Guteborn.
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Dahme-Spreewald liegt im Kreisvergleich weit vorn
Im Vergleich mit den Nachbarkreisen liegt Oberspreewald-Lausitz im Mittelfeld. In Dahme-Spreewald stiegen die Bodenrichtwerte seit 2016 nominal um 233 Prozent, in Spree-Neiße um 15 und in Elbe-Elster um 14 Prozent. Unter 16 vergleichbaren Kreisen und kreisfreien Städten in Brandenburg kommt Oberspreewald-Lausitz auf Rang 12. Der Median dieser Kreise liegt bei plus 143 Prozent.
Was die Bodenrichtwerte in Oberspreewald-Lausitz aussagen
Ein Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für eine ganze Zone, den der Gutachterausschuss aus tatsächlichen Kaufpreisen ableitet. Er ist kein Kaufpreis für ein einzelnes Grundstück. Ausgewertet wurden nur Wohnbauflächen. Bei Gemeinden mit wenigen Zonen können einzelne Werte das Ergebnis stark verschieben, darauf weist Grundradar ausdrücklich hin. Die Daten stammen aus dem amtlichen Portal BORIS Brandenburg. Die vollständige Studie hat Grundradar nach einer Korrektur am 27. September neu veröffentlicht.
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Red. / Presseinformation























