Baustart für ein neues Ausbildungszentrum des Südbrandenburger Handwerks in Königs Wusterhausen: Mit einem symbolischen Spatenstich ist am heutigen Donnerstag der Startschuss für das Leistungszentrum Nord der Handwerkskammer Cottbus gefallen. Auf einem rund 13.000 Quadratmeter großen Areal entsteht ein zweigeschossiger Neubau mit etwa 7.000 Quadratmetern Nutzfläche. Dort sollen künftig unter anderem Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker und Metallbauer aus- und weitergebildet werden. EU und Land Brandenburg fördern das Vorhaben mit rund 50 Millionen Euro und übernehmen damit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.
Ausbildungszentrum für mehrere Handwerksberufe
Das Leistungszentrum Nord soll künftig moderne Ausbildungsbedingungen und Möglichkeiten zur praxisnahen Berufsorientierung bieten. Geplant sind Werkstätten, Fachkabinette und Seminarräume für die Ausbildung von Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatronikern, Elektronikern und Metallbauern. Darüber hinaus sollen im neuen Zentrum Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Gebäudetechnik, Schweißen, Kfz-Technik, Digitalisierung und Betriebswirtschaft angeboten werden.
Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement erklärte anlässlich des Baustarts: „Ich freue mich, dass das neue Ausbildungszentrum in Königs Wusterhausen jetzt Gestalt annehmen kann. Das Zentrum wird in Zukunft moderne Bedingungen und praxisorientierte Schulung ermöglichen. Das Land Brandenburg braucht Fachkräfte, um sich für die Aufgaben der Zukunft zu rüsten – und das gilt für das Handwerk ganz besonders.“
Handwerksbetriebe tragen zehn Prozent der Baukosten
Die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk beteiligen sich nach Angaben der Handwerkskammer Cottbus mit einem Eigenanteil von zehn Prozent an den Baukosten. „Unser LZ Nord ist mehr als ein Bauprojekt. Es ist ein starkes Signal der gesamten Handwerkerschaft unseres Kammerbezirks für die Zukunft. Mit ihrem Eigenanteil von zehn Prozent der Baukosten übernehmen unsere Handwerksbetriebe bewusst Verantwortung und setzen ein klares Zeichen für die Bedeutung der beruflichen Bildung und der Sicherung qualifizierter Fachkräfte“, erklärte Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus. Gemeinsam mit der Europäischen Union und dem Land Brandenburg werde damit im Norden des Kammerbezirks ein neuer Ausbildungsstandort geschaffen, so Reifenstein weiter.
Rund 50 Millionen Euro Förderung von EU und Land
Gefördert wird das Bauvorhaben aus Mitteln des Just Transition Fund der Europäischen Union sowie des Landes Brandenburg. Die Förderung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg über die Investitionsbank des Landes Brandenburg. Der Just Transition Fund ist ein Förderinstrument der Europäischen Union für Regionen, die besonders vom Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft betroffen sind. In Brandenburg werden die Mittel unter anderem zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz sowie in der Raffinerieregion Schwedt/Uckermark eingesetzt.
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